Garcia Plays Kyuss
live im Backstage, München
Konzertbericht
Der Raum füllt sich, bzw. ist voll. Bruno Fevery (Gitarre), Bassist Jacques de Haard und Rob Snijders an den Drums legen los, instrumental, minutenlang. „Jumbo Blimp Jumbo“. Guter Sound: laut, rund, wuchtig. Von Herrn Garcia nichts zu sehen. Die Saitenfraktion am Bühnenrand, in der Mitte, allein, ein Mikroständer, niemand wagt sich in seine Nähe. Bißchen viel Tamtam…
Dann, direkt übergehend, folgt „Thumb“, er kommt und das Backstage steht kopf. Schick mit Oberhemd und gestutztem Bart, etwas proper, doch der Mann wird ja schließlich auch bald 40. Stimmlich auf jeden Fall nach wie vor absolut auf der Höhe. Ohrenbetäubener Jubel brandet los, merkwürdigerweise gibt es allerdings auch kurzzeitig einen regelrechten Bierbecherhagel in Richtung Bühne…
Dann „Hurricane“, cooler Einstieg und für mich der erste Hit, schön straight nach vorne weg und die perfekte Steilvorlage für das Publikum, das nochmal einen Gang höher schaltet. Shirts fliegen umher, Objektive beschlagen, der Schweiß fließt in Strömen.
Spätestens hier wird klar, dass heute Abend auch rein musikalisch alles im grünen Bereich bleibt. Die Songs werden 100% nach Vorlage dargeboten, dennoch kommt man nicht in Versuchung hier von einer bloßen Kopie zu sprechen, denn: die Vibes sind da, das Feeling stimmt!
Und das Konzept geht auf, Garcia ist klar der Chef im Ring und so sehr sich die drei übrigen Protagonisten optisch auch zurückhalten, die Songs sitzen einfach und man bleibt trotzdem gesichtslos genug, um dem großen Meister nicht die Show zu stehlen.
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