
Napalm Over Europe Tour
Vier Stunden Death-Metal-Vollbedienung
Konzertbericht
LIVLØS – Die lauten Jungs aus Dänemark
Nach einer kurzen Umbaupause geht es dann mit LIVLØS weiter. Die Formation hat ebenfalls letztes Jahr eine neue Scheibe namens „And Then There Were None“ veröffentlicht, welche ihr zweites Werk und den Einstand von Fronter Niklas Lygge darstellt, welcher eine gewisse Ähnlichkeit mit Billy aus dem Netflix-Hit „Stranger Things“ aufweist, nur deutlich sympathischer und weniger dämonesk.
Wo ich allerdings in der Review zu ihrem aktuellen Wurf noch die ausdifferenzierte Produktion gelobt habe, übertreiben es LIVLØS im Vergleich zu ihrer Vorgängerband etwas mit der Lautstärke. Viele der durchaus starken Melodien gehen dadurch verloren, was zwar in einem knapp dreiviertelstündigen, energiegeladenen Prügelgig resultiert, etwas leiser aber noch besser angekommen wäre. Zudem ist die Lichtshow mit teils fast durchgängigem Stroboskop etwas anstrengend ausgefallen.
Die Band hatte allerdings sichtlich Bock und spielt ihr Set ohne große Ansagen souverän durch. Lediglich der Aufforderung nach Circle Pits kommt das kühle norddeutsche Publikum nicht nach. Erst als Sänger Lygge selbst ins Publikum geht und die Menge wortwörtlich per Hand teilt, kommt es gegen Ende des Gigs noch zu einer kleinen Wall of Death.
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Jannik Kleemann



















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