Steel Panther Europatour 2016
Klingt es nicht gut, bist Du zu nüchtern.

Konzertbericht

Billing: Steel Panther und Inglorious
Konzert vom 01.10.2016 | Huxley's Neue Welt, Berlin

Wie bei vielen Bands, die einen eigenen, unverkennbaren Stil etablieren, scheiden sich auch bei STEEL PANTHER die Geister. Perfekt inszenierte Parodie auf den 80er Jahre Hair Metal oder Poser-Act mit grenzwertigem Humor. So oder so, STEEL PANTHER spielen in Deutschland regelmäßig in ausverkauften Hallen. Auch heute Abend ist das Huxley’s ausverkauft.

INGLORIOUS

Galerie mit 30 Bildern: Inglorious - Support Steel Panther Tour 2016

Bevor es mit STEEL PANTHER richtig heiß wird, geht es mit englischem Hard Rock geradezu gediegen los. INGLORIOUS wurde im Februar 2014 von Sänger Nathan James (TRANS SIBERIAN ORCHESTRA), Gitarrist Will Taylor, Bassist Colin Parkinson und Schlagzeuger Phil Beamer gegründet. Mit dem schwedischen Gitarristen Andreas Ericsson fand die Band ihre aktuelle Besetzung und veröffentlichte im Februar 2016 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Den fünf Musikern gelingt es Hard Rock, der an Bands wie DEEP PURPLE, RAINBOW und WHITESNAKE erinnert, frisch klingen zu lassen. Den obligatorischen Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll Song haben INGLORIOUS natürlich auch auf der Setlist und wirken damit vor STEEL PANTHER fast schon niedlich.

STEEL PANTHER

Galerie mit 38 Bildern: Steel Panther - Europatour 2016

Gegen 22:00 Uhr geht mit „Eyes Of A Panther“ endlich die richtige Party los.

„Don’t be afraid of heavy metal!
Don’t be afraid to rock! To rock! To rock!“

Dies muss man im Huxley’s heute niemandem sagen. Das STEEL PANTHER-Publikum ist textsicher und zum Teil der Band entsprechend gekleidet. Einige sind aber entweder in der Festivalsaison hängen geblieben oder schon in Faschingslaune, anders lassen sich das Kuhkostüm und ähnliche Verkleidungen nicht erklären.

STEEL PANTHER spielen sich in gut zwei Stunden durch die drei Alben „Feel The Steel“ (2009), „Balls Out“ (2011) und „All You Can Eat“ (2014). Die meisten Songs stammen vom ersten unter dem Bandnamen STEEL PANTHER veröffentlichten Album „Feel The Steel“. Dazwischen führen die Bandmitglieder immer wieder Gespräche zu den gleichen Themen, die besungen werden. Natürlich mit dem gleichen Augenzwinkern: „Wenn wir noch nicht gut klingen, habt ihr zu wenig Drogen genommen. Geht an die Bar!“

Ungefähr bei der Halbzeit gibt es ein Akustik-Set, das aber kaum zum Abkühlen der Gemüter gedacht sein kann, wird doch eine attraktive, junge Frau auf die Bühne geholt und besungen. So ganz scheint sie sich nicht entscheiden zu können, ob sie brav sein oder flirten will. Kuss nein, Michael Starr in den Schritt fassen ja, aber da gibt’s laut Satchel ja eh nicht viel.

Show your tits

Ab „17 Girls In A Row“ bekommen die Herren im Publikum noch mehr zu sehen. Alles was weiblich ist und schon immer mit einer Rockband auf der Bühne stehen wollte, soll nach oben kommen. Titten zeigen ist dabei ausdrücklich erwünscht. Einige der Frauen nutzen die Gelegenheit aber lieber um Selfies mit den Musikern zu machen. Für einen Song ist das lustig, leider werden die Frauen erst drei Songs später bei „Death To All But Metal“ von der Bühne geholt. 
Zum Abschluss gibt es noch den Ohrwurm „Party All Day (Fuck All Night)“ auf den Weg.

STEEL PANTHER liefern eine perfekt durchgestylte Show, bei der von der Musikdarbietung über die zum Teil an Aerobic-Videos erinnernden Choreographien bis zu den Frisuren alles perfekt sitzt.

09.10.2016

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