Steel Panther - All You Can Eat

Review

Galerie mit 28 Bildern: Steel Panther - Heavy Metal Rules Tour 2020 in Berlin

Hell yeah – STEEL PANTHER treiben es wieder mit uns! Und sie haben sich die geilsten Stellungen draufgepackt, um unseren Geschlechtsteilen zu imponieren. Klar – die Ernstmetaler werden die vier Dudes wie gewohnt bis in die Haarspitzen ihrer Perrücken hassen. Für den Rest gibt es mit „All You Can Eat“ wieder einen wahnsinnig geilen Soundtrack für jede Metalparty. Vielleicht ist das dritte (zählt man ‚Hole Patrole‘ mal nicht dazu) Album der L.A. Truppe auch das beste in der Bandgeschichte. Denn die zwölf Songs knallen dermaßen stimmig und aufpoliert aus den Boxen, dass man automatisch zum Spiegel läuft, um zu schauen, ob man zum Hören sexy genug aussieht.

Schon der Opener ‚Pussywhipped‘ tritt einem nach dem spanischen Kurzintro dermaßen gezielt in die Weichteile, dass man mit weit aufgerissenen Augen nach Luft schnappt. Heavy Riffs (der Beginn erinnert an ‚Death to all but Metal‘) und durchlaufende Leads von Satchel und Michael Stars Stimme (der Typ muss sich hier stellenweise nicht einmal von Dio verstecken) sind gekonnt zusammengebracht – ein perfekter Opener, der schon mal die Richtung weist, in welches das Album gehen wird. „Pussywhipped – your girl locked up your nuts.“ Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil, denn die Texte sind durchgehend zum Bepissen – manche Nuancen versteht man als nicht Muttersprachler jedoch nicht auf Anhieb.

Die folgende Erstsingle ‚Party Like Tomorrow is the End of the World‘ kommt deutlich poppiger und raudiotauglicher daher. Das macht aber nichts, denn auch das kann die Band mit fantastischen Soli und einem guten Arrangement so gut verpacken, dass der Song nicht zu sehr schmalzt und Spaß macht. Denn obwohl das Image der Band ein riesiges Augenzwinkern ist und sie auch in ihren Songs Klischee an Klischee reihen – musikalisch kann der Vierer in seinem Bereich wirklich alles! Vor allem bei Satchel hört man sein großes Idol Van Halen (diese Soli!!!) durchgehend raus und auch seine Zeit bei Rob Halfords  FIGHT (auch wenn er heute behauptet seit 1981 bei STEEL PANTHER zu spielen) ist nicht spurlos am Bandsound vorbei gegangen. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint – denn auch wenn die Songs alle ziemlich straight aufgebaut sind und die balladesken Stücke immer wieder die Riffkracher ablösen (‚The Burden of Being Wonderful‘ oder You’re Beautiful When You Don’t Talk“), ist das Album durchgehend abwechslungsreich und unterm Strich ziemlich heavy. Alleine „Glory Hole‘ She’s on th Rag‘ oder ‚B.V.S.‘ sind Killer Songs, die „ernste“ Bands erst mal bitte so geil hinbekommen sollen.

Unterm Strich ist „All You Can Eat“ wie eine geile, amerikanische Stripperin – klar ist das alles Silikon und Gym, aber es sieht scheiße geil aus. Und man bekommt Bock auf eine Runde Senkrechtaction. Rein akustisch natürlich.

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23.03.2014

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