FKP Scorpio
distanzieren sich von der Großen Freiheit sowie den DOCKS

News

Der Großveranstalter FKP Scorpio hat seine Zusammenarbeit mit den Hamburger Venues Große Freiheit und DOCKS auf Eis gelegt. In einem öffentlichen Brief distanziert sich der Veranstalter von den Läden auf dem Kiez. Der Grund: Plakate, die u. a. explizit Werbung für Verschwörungstheoretiker, teilweise mit nachgewiesenen Kontakten in die rechte Szene, machen und dazu auffordern, „[sich] mit Wissen [zu bewaffnen]“ (Quelle: Hamburger Morgenpost), sind vermehrt an den Gemäuern der Venues aufgetaucht. Darin wird u. a. die Bundesregierung aufgefordert, die Pandemiemaßnahmen umgehend komplett und ersatzlos herunterzufahren.

Die Hamburger Morgenpost identifiziert die beworbenen Verschwörungstheoretiker/Corona-Leugner wie folgt:

Die vermeintlichen Wissensvermittler sind laut Docks-Aushang dann auch konsequenterweise Boris Reitschuster, ein Journalist, der auf seinem Blog „Querdenker“ hofiert, Rubikon […], Ken Jebsen, der bereits vor zehn Jahren beim RBB wegen Antisemitismusvorwürfen gehen musste, Wolfgang Wodarg, ein Mediziner, der vor allem durch unbelegte Corona-Verharmlosung auffällt, sowie die selbsternannten „Ärzte für Aufklärung“, von denen sich die Ärztekammer distanziert.

Im offenen Brief, der hier nachgelesen werden kann, äußern sich FKP Scorpio wie folgt:

[Mit] großer und wachsender Enttäuschung haben wir in den vergangenen Monaten beobachten müssen, dass ihr zunehmend gefährlichem und demokratiefeindlichem Gedankengut ein Forum bietet. Spätestens mit indirekten Aufrufen zur Gewalt und dem Verweis auf rechtspopulistische und verschwörerische „Medien“, die diesen Namen nicht verdienen, hat unsere Geduld ihr Ende gefunden. […]

Indem ihr Falschinformationen streut, instrumentalisiert ihr nicht nur uns und eure eigenen Spielstätten, sondern vor allem die Künstler*innen, die maßgeblich zu eurem vormals guten Namen beigetragen haben. Sehr viele von ihnen, aus dem In- und Ausland, haben uns bereits auf diese Situation angesprochen und sind nicht länger bereit, auf euren Bühnen Musik zu machen – dasselbe trifft natürlich auch auf unsere eigenen Mitarbeiter*innen und Tourneepartner*innen zu. […]

In einer Zeit, in der unsere Branche zusammenstehen sollte, und in der sich unzählige Menschen nach der verbindenden Kraft von Live-Kultur sehnen, sucht ihr anscheinend den Schulterschluss mit Schwurblern, Verschwörern und jenen, die keinen Widerspruch darin sehen, neben Nazis für Demokratie zu demonstrieren. […]

FRK Scorpio räumen den beiden Venues die Gelegenheit ein, Stellung zu der Situation zu nehmen. Ob dies Einfluss darauf haben wird, dass der Veranstalter seine Zusammenarbeit mit ihnen endgültig beenden wird oder nicht, wird wohl nur die Zeit zeigen – und ob von Seiten der Venues mehr als nur ein Lippenbekenntnis der Marke „Einzeltäter“ kommen wird.

Neben FKP Scorpio haben sich unter dem offenen Brief stehend noch weitere Agenturen von den beiden Venues distanziert:

Karsten Jahnke Konzertdirektion
STP Hamburg Konzerte
Reeperbahn Festival
Neuland Concerts
A.S.S. Concerts & Promotion
Buback Tonträger
Semmel Concerts
River Concerts
Kingstar Music
OHA! Music
Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft e.V.

Quelle: FKP Scorpio, MOPO, Foto: Jürgen Fenske
17.03.2021

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33352 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

25 Kommentare zu FKP Scorpio - distanzieren sich von der Großen Freiheit sowie den DOCKS

  1. der holgi sagt:

    da kleben also Plakate mit fragwürdiger Aussage, und ohne den Betreibern der Lokation Gelegenheit zu geben sich dazu zu äussern distanzieren sich reihenweise Veranstalter?
    wehe dem Veranstalter, der nicht sofort gleichzieht, der macht sich mindestens verdächtig, das wird in Hamburg nicht hingenommen.

    willkommen in einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

  2. hhirsch sagt:

    Hier hilft es ggf. etwas im Detail zu lesen:

    https://clubkombinat.de/stellungnahme-zum-docks-posting-vom-18-juni-2020/

    Das Thema ist quasi seit einem guten 3/4 Jahr unterwegs und sorgte nun bei den Veranstaltern für Konsequenzen.

  3. Schraluk sagt:

    @der holgi
    Wenn du keine Ahnung hast solltest du vielleicht einfach mal die Klappe halten. Dem Betreiber wurde mehrmals die Möglichkeit gegeben sich zu der Kritik zu äußern. Als Antwort wurden die Plakate und die Links noch radikaler, zudem öffnete er zudem auch weitere Läden außerhalb Hamburgs für seine beschissene, antisemitische und verschwörungstheoretische Scheisse. All das wird als Meinungspluralismus deklariert. Offensichtlich genau dein Humor. Und all das würdest du wissen, hättest du dich statt deinen Pups hier abzusondern mit der bereits seit Monaten schwelenden Auseinandersetzung beschäftigt und die entsprechenden Artikel und Seiten gelesen. Scorpio hat dem Idioten zum wiederholten Male angeboten sich zu den Vorwürfen zu äußern. Hat er nicht. Fertig aus.

    Oder bist du am Ende auch nur ein Freund Rechter Corona Verschwörungsscheisse? Dann hör aber auch auf hier einen auf unwissend zu machen und teile uns schlicht mit, dass du ein Schwurbler bist. Jammerlappen.

  4. Base4ever sagt:

    Wow! Holgi ist aber auch von einem anderen Stern… Unfassbar so ein Kommentar.

  5. der holgi sagt:

    Und schon bin ich ein Schwurbler, rechter Verschwörer und gar ein Jammer-Lappen 🙂

    Nun, es eskalierte schnell, aber der Reihe nach, und uU haltet ihr es ebenso wie ich, und vergreift euch nicht im Ton, danke. 🙂

    Der Beitrag hier auf Rec.de gibt nichts davon preis, was den Leser dahingehend informierte, ob die Verfasser des öffentlichen Briefes dem Betreiber eine Möglichkeit der Stellungnahme eingeräumt hätten, und zwar bevor man ihn öffentlich abstraft.

    Das ich mich als Leser hier auf Rec.de zu einem sehr brisanten und leider auch aktuellen Thema auf Suche ins Netz begeben muss, um mir im Nachgang wirklich relevante Fakten zum Artikel von aussen einzuholen, die ich hier leider nicht finden kann, halte ich für mindestens bedenklich, wenn nicht grob fahrlässig.

    So der Betreiber der Stätte denn in fester Absicht gesetzeswidrige Dinge tut oder aber auch nur duldet, gehört ihm natürlich sprichwörtlich der Arsch versohlt, ist dies jedoch nicht eindeutig verifizierbar, eben nicht, im Zweifel für den Angeklagten usw, ihr wisst schon.

    Und das in den heutigen Zeiten die gezeichnet sind von einer Pandemie und zahllosen Toten und auch wirtschaftlichen Opfern die Nerven allenthalben blank lieben, erklärt sich natürlich von selbst, somit ist mein Verweis mit der sich selbst erfüllenden Prophezeiung dahingehend gesetzt, das sich die verschiedenen Lager wieder einmal einhausen und die Reaktionen skurriler scheinen, als in „besseren“ Zeiten, der Dialog scheint überbewertet in 2021. An allen „Fronten“.
    Schlimm genug…

    Und da ich, ich wiederhole mich, hier auf Rec.de nur mit den nackten Fakten einer Eskalation beglückt werde, erlaube ich es mir mich darüber zu entrüsten, das man sich einig scheint darin, jemanden aufs Podest zu hieven um ihn abzustrafen, ohne das sich der geneigte Leser hier darüber informiert sieht, wie sich der Beklagte eigentlich dazu einlässt.

    In solch einer medialen Dynamik ist schon so manche Entrüstungsspirale heiss gelaufen und hat öffentliche Personen und Institutionen in Zugzwang gesetzt sich zu positionieren, in vorauseilendem Gehorsam gewissermaßen. Auch in dieser Disziplin sind wir bestens trainiert. Ich neige eher dazu, nicht jeder durchs Dorf getriebenen Sau einen Sattel aufzusetzen.

    Abschließend; ja, es gibt Corona, ja, die Maßnahmen dagegen sind im Kern richtig und gut, ja, Corona-Leugner sind Knallköppe, ja, rechte Hetzer widern mich an, aber nein, ich fresse nicht jede Krume die man mir vorwirft weil man mich, schlecht informiert, auf die Seite des vermeintlich Guten zu ziehen gedenkt.

    Und vielleicht noch einen kleinen Denkanstoß; man kann auch Unannehmlichkeiten aushalten, einfach so, selbst in schlechten Zeiten gehört dies zum Besteck einer aufgeklärten Gesellschaft, weder hier noch dort heiligt der Zweck jedes Mittel. 😉

  6. Lord Budweiser sagt:

    Permafrost erwähnen ind dann was von rechter Hetze labbern, das ist genau mein Humor 😀

  7. Stormy sagt:

    Holgi und Lord Vollsuff sollten sich ein eigenes Forum aufbauen, da können sie sich dann zusammen mit anderen Naziverstehern, Relativierern, Querdenkern und anderen armen Unverstandenen in ihrer Opferrolle suhlen.

  8. der holgi sagt:

    @stormy

    war das alles? mehr ist da nicht? 🙂

    Wo bitte bin ich ein Naziversteher? Was ist an meinem obigen Beitrag „rechts“? Ist es die Tatsache alleine, das ich gerne gut informiert werden möchte bevor ich mit Fackel und Mistgabel im Verbund marschiere? Ich bitte dich…

    Ebenso wie ich es im Grundsatz ablehne mich einer Querdenker-Demo anzuschliessen weil ich mich nicht Nazis gemein machen möchte, ist es mir ein Bedürfnis gut abzuwägen, wer da wann und gegen wen die Nazi-Keule schwingt.

    Mir sind die meisten Menschen heute allzu fix in ihrer Empörung, da ist ein gerüttelt Maß an Bedachtheit nicht schlecht investiert.

    Noch einmal zum mitschreiben; im Artikel hier lese ich NICHTS, was nach Dialog zwischen Kläger und Beklagtem im VORFELD der Vorwürfe klingt, DAS ist es was mich nachdenklich macht, sollten die Anschuldigungen zutreffen bin ich der letzte, der gegen diese Kampagne votierte, aber bitte nicht Haltung einfordern ohne Informationen zu liefern, das ist journalistisches Grundbesteck. Auch hier.

    Es wäre mir eben als besser recherchiert angekommen hätte man seitens Metal.de, wenn vorhanden, den Dialog bis zur Eskalation hier im Beitrag erwähnt, oder?

    Ein guter Anwalt würde hier in diesem Fall wohl darauf setzen, das dem Beklagten die Plakate ohne seines Wissens von Dritten an seine Gemäuer geklebt wurden, kann man drauf wetten 🙂

    Ich nun möchte gerne lesen, das der „Beklagte“ zugibt, diese Plakate geklebt zu haben, oder es für richtig befindet, das sie an seine Hütte geklebt wurden, das ist alles.

    Zu viel verlangt?

  9. nili68 sagt:

    Ich bin auch der Meinung (yay! :-D) dass es besonders heutzutage leider immer nur entweder oder gibt. Es gibt auch noch etwas zwischen Querdenker und alles kritiklos fressen und rechts/links. Auch wird der Begriff Verschwörung zu inflationär verwendet. Wir gegen die und Thema ende.
    Das nur mal so meine 2 Cent am Rande.

  10. Base4ever sagt:

    Ich bitte dich…
    Das war ein sehr informativer Bericht und wenn es dir nach weiteren Informationen lüstet dann gibt es Google.
    Das ist hier keine Seite von ARD oder ZDF und hier ist auch nichts hinter einer Pay Wall versteckt, wo du derartig ausführliche Berichte für dein Geld erwarten kannst.
    Außerdem ließt sich dein erster Kommentar schon hetzerisch wie man es von den erwähnten Fraktionen gewohnt ist.

  11. Base4ever sagt:

    Mein letzter Kommentar galt Holgi

  12. Stormy sagt:

    Niedlich der Holgie.
    Das arme missverstandene und uninformierte Opfer, dem es doch nur um Gerechtigkeit geht.
    Seine Ernsthaftigkeit unterstreicht er, wie man es so macht, mit Emojis.
    Ist das aber auch böse, wenn man ihn, der sich doch so leicht selbst informieren könnte und der auch überlegen könnte warum wohl gleich eine ganze Reihe Groß-/Veranstalter die Zusammenarbeit kündigen, nicht als den großen Hinterfrager lobt, für den er sich selber hält.

    Und dann noch, in bester AfD Manier, die bösen Unbekannten, die bestimmt nur den Locations und/oder deren Betreibern schaden wollen ins Spiel bringen.
    Die sind bestimmt nur mausgerutscht bei Propaganda und die Veranstalter sind nur linksgrünversiffte Befürworter einer Cancle Culture.

  13. hhirsch sagt:

    nochmals eine Info zu den Anfängen der Aktion beim Docks. Da wurde in einem Aushangkasten, wo normal das Programm angekündigt wurde, gegen Bezahlung einer Gebühr (ich meine 20€) das verbreitet, was Menschen der Meinung waren dort für 20€ offen publizieren zu müssen.
    Die Inhalte, die dort im Juni 2020 klebten waren von der Masse aus einer ganz klaren Richtung. Daher ist die Betreiberin vom Docks, welche Vorsitzende beim Clubkombinat in HH war, von ihren Ämtern eliminiert worden. Die GF36 sprang später auf den fahrenden Zug mit auf.
    Die Diskussionen und Berichte über diesen „Ansatz“ waren mehrfach in den Medien (Abendblatt, Mopo), vom Clubkombinat gibt es vom 15.3. eine kurze Info das man das Gespräch sucht:
    https://clubkombinat.de/stellungnahme-zu-den-plakaten-des-docks-und-der-grossen-freiheit-36/

    Worüber hier berichtet wird ist nichts weiter als der Fakt, das nach ca. 9 Monaten Veranstalter nicht mehr mit den beiden Lokationen zusammenarbeiten wollen. Der ein oder andere Künstler hatte einen Auftritt im Docks oder GF36 schlicht und einfach verweigert (ZSK ist z.B. ein paar Meter weiter ins Grünspan gewandert).

    Aber sind wir am Ende des Tages mal alle realistisch. Stand jetzt ist es nichts weiter als ein verbales Muskelspiel. Konzerte sind bis auf weiteres nicht in Sicht. Wenn es zum Re-Start kommt, dann werden im Verhältnis viele Musiker auf wenige Bühnen wollen. Das Ranking der Lokationen in HH wird sich ggf. ändern, aber wenn eine Band bereit ist in der GF36 oder Docks zu spielen, dann wird die Agentur kaum umher kommen die dort einzubuchen. Am Ende sitzen halt alle im gleichen Boot.

    So bleibt die Abstimmung beim zahlenden Kunden – der muss dann entscheiden, ob GF36 und Docks noch eine besuchbare Lokation ist oder nicht.

  14. BlindeGardine sagt:

    Nu chillt doch mal leute. Genauso wie sich der holgi anderswo zusätzliche informationen hätte einholen können, bevor er seinen ersten etwas unglücklichen post verfasst hat (nennt man medienkompetenz, informationen gegenchecken und so), genauso wenig muss man hier jetzt draufdreschen und ihn als nazi oder naziversteher beschimpfen, obwohl er seinen standpunkt hier nun mehrfach erläutert hat. So brauch man sich halt echt nicht zu wundern, dass kein dialog mehr zustande kommt.

  15. Lord Budweiser sagt:

    Hört, hört…. Und das aus deinem Mund. Aber besser spät als nie

  16. Sane sagt:

    Ganz schön widerlich auf was für einem Diskussiunsniveau (bzw nicht ) die Kommentare hier angekommen sind.
    Vielleicht sollten wir die Meinungsfreiheit wieder abschaffen.

  17. BlindeGardine sagt:

    @Lord Budweiser
    Oh, tschuldigung, da musst du was falsch verstanden haben. Ich beziehe mich hier ganz explizit auf holgi, dessen Meinung ich zwar auch nicht immer teile, der diese aber meistens in sachlicher Weise rüberbringt und begründet, so dass tatsächlich ein Dialog entstehen könnte.
    Was ich ganz ausdrücklich NICHT gemeint habe, ist deine „DAS-WIRD-MAN-JA-WOHL-NOCH-SAGEN-DÜRFEN“-Rhetorik. Sorry für das Missverständniß.

  18. der holgi sagt:

    @hhirsch
    danke für den Link

    @stormy
    Menschen wie dich braucht es um jegliche Diskussionskultur in die Eskalation zu treiben, die extreme Rechte wie auch die extreme Linke, gleichwohl alle extremen Religions-Ideologen sehnen sich nach deiner Kompetenz in diesen Dingen 🙂

    Ja, mein erster Beitrag war missverständlich, das war nicht meine Absicht obgleich ich ehrlich entrüstet war darüber, wie man sich im Verbund auf einen mir wenigstens bis dato unbekannten Betreiber einer Lokation wirft, dem angelastet wird, Plakate an seinem Gemäuer zu dulden die auf fragwürdige Seiten und dergleichen verweisen, ohne ihm, so dachte ich, zur Sache zu Wort kommen zu lassen, ja, ich hätte noch weiter dazu googeln sollen bevor ich hier was poste, aber hey, wäre es nicht im Sinne einer sachlichen Information würde man ein oder zwei weitere Sätze der Erklärung in den Beitrag integrieren?

    So wie im Beitrag sieht es für mich nach einem medialen Tribunal aus, und zwar veranstaltet mit einem wirklichen Opfer der, zugegeben, notwendigen LockDown-Massnahmen, und ihm dann im Nachgang und nach ruiniertem Ruf in aller Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, sich erstmalig in der Sache zu äussern.

    Das brachte mein Blut in Wallung. Mehr war da nicht.

  19. Interkom sagt:

    Ich denke nicht, dass corona Maßnahmen Kritik das Problem sind, sondern das ein tendenziell Linker Club Werbung für Rechtsradikale macht. Und das gilt für Reitschuster wie auch den Querfrontler Jebsen. Das ist das Problem.

  20. hhirsch sagt:

    @Interkom :

    Das Docks und die GF36 sind ungefähr soweit Links wie die CDU. Das sind ganz normale Clubs auf dem Kiez, deren einziges Interesse ist, Kohle zu verdienen. Bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine in eine der beiden Buden spielten vor ein paar Jahren Freiwild.

    Es geht einzig um das was man da in den Aushängen zu lesen fand in den letzten Monaten und ggf. noch um Postings auf den Social Media Kanälen.

    Tendenziell linke Clubs wären sowas wie das Hafenklang oder das Molotow

  21. Schraluk sagt:

    @der holgi Hättest du dein Eröffnungspost gestartet wie du dann im späteren Verlauf fortfuhrst, hättest du von mir ganz sicher nicht die erste Breitseite bekommen. Aber dieser Start entspricht exakt dem Duktus, der dieser Tage auf irgendwelchen Demos, Korsos und anderen Veranstaltung die Brücke zwischen ‚kritischen Besorgten‘, Reichsbürgern, Antisemiten und Rassisten schlägt. Sorry, aber man sollte mittlerweile schon mitbekommen haben in welche Richtungen sich die Fronten schieben. Und wenn nicht, dann sollte man sich vielleicht vorher, selbst wenn man nur in nem Metal-Forum schreibt, darüber erstmal erkundigen um sich überhaupt eine Meinung bilden zu können. Das ‚Sorry‘ meine ich dennoch ernst, vor allem weil ich von dir vorher auch hier nie ein irgendein Kokettieren mit rechter Scheisse mitbekam. Vielleicht lag es auch daran, dass diese ‚Große Freiheit & Docks Jammerlappen Attitude‘ auch gerade auf einer Demo in HH präsentiert wurde, von Leuten denen es sichtlich Freude bereitete Kinder unter anderem mit Sprüchen wie:“Dein Vater will dich mit dieser blöden Maske vergasen“ und einem zynischen Lachen bedachten. @Lord

    Die Corona Nummer verwischt die bekannten und historisch gewachsenen ‚rechts – links‘ Muster, es geht viel mehr auf einer zweiten Ebene um (schlicht) ‚Idiot’ (im Sinne von Wissenschaftsfeindlichkeit, Reaktionären Wertemustern etc.) oder nicht Idiot‘, um ‚Egoismus oder Solidarität‘. Und trotzdem bekomme ich jedes mal Kotzkrämpfe wenn eine Diskussion wie die zum Thema Corona dafür genutzt wird mal kurz Plattitüden rauszuhauen die in der logischen Konsequenz nichts anderes bedeuten als ‚NSU‘ = brennende Kräne in Leipzig, Hanau = G20. Postuliert von (zumeist) Typen die sich zwischen ‚unpolitisch‘ und rechtsoffen einordnen. @Lord Buttweiser Genau dein Humor, oder? Unpolitisch bist du doch auch bestimmt?

    @Sane Und dein Humor gefällt mir auch außerordentlich gut. Diskussionskultur anprangern und additiv Superslogans wie:“Vielleicht sollte man die Meinungsfreiheit abschaffen“ kredenzen. Jaul, das einleitende Post hatte wenig mit Meinung zu tun, sondern mit Unwissenheit. Vermutlich wirklich nur reine Unwissenheit. Die AfD bedient sich der selben rhetorischen Mittel um im Gespräch zu bleiben und darauf darf man @der holgi auch hinweisen. Ganz faktisch. Genau wie ich dich darauf hinweisen darf, dass dein ‚Meinungsfreiheit Digens‘ in das selbe rechtspopulistische Horn bläst, auch wenn du es vermutlich nicht mal beabsichtigt hast. Du bedienst dich des selben Vokabulars wie Spacken die aktiv noch ganz andere Sachen abschaffen wollen. Könnte man auch langsam mal festgestellt und seine Wortwahl dementsprechend justiert haben. Und, du ahnst es bereits, Meinungsfreiheit bedeutet ganz bestimmt immer noch nicht, dass ich einer Meinung nichts entgegnen darf wenn sie diese nicht bestätigt. Denn die Meinungsfreiheit gilt auch für die oder den anderen. Im Jahr 2021 und einer global stattfindenden rechten Verschiebung und teils Revolution bleibt leider kein Platz mehr für eine 1970er Jahre Rhetorik a la Habermas. Am Ende wirst du Position beziehen müssen um Mensch zu bleiben.

    Ich bin sehr froh in einer Stadt wie HH zu leben, in der es eine große antirassistische und antifaschistische Szene gibt, die auf diese ‚meinungspluralistische Offensive‘ adäquat reagiert und Dinge beim Namen nennt.

    Passender als die Freunde von Audiolith Records kann man es nicht zusammenfassen. Word!
    https://m.facebook.com/54179875517/posts/10157468457090518/?d=n

  22. Interkom sagt:

    @hhirsch

    Ich verstehe schon was du meinst, aber sich die meisten Clubs nicht per se, tendenziell links ausgerichtet? Klar, gibt es auch Rechtsrock-Schuppen, aber selbst der „normale“ Club orientiert sich nicht an konservativen Werten. Und da haben sicherlich auch viele linke Bands gespielt. Und in Summe vermutlich auch mehr als rechte, wie Freiwild.

  23. hhirsch sagt:

    @Interkom :

    ich will es mal so formulieren. Es gibt Clubs & Bühnen, welche sich mit den Künstlern, welche die Bühnen nutzen, auch beschäftigen und dann auch Bands, welche nicht in die Philosophie und dem eigentlichen Standardpublikum des Clubs passen, nicht auf die Bühne lassen.

    Dazu gehören das Docks und die GF36 auf jeden Fall nicht. Wenn der Veranstalter anständig zahlt, kann da rumturnen wer will. Die beiden Dinger sind der Inbegriff des Mainstream auf dem Kiez. Eine politische Ausrichtung über Publikum und Künstler gibt es dort nicht. Wenn Du dir mal ansiehst, wer im Docks in 2019 so alles auf der Bühne war – dann ist da jede Musikrichtung dabei. Die ziehen also über den Künstler und über den Standort. Ein Stammpublikum gibt es in den Dingern nicht. GF36 ist ggf. noch ein klein wenig rockiger, aber das sind Nuancen. Der Rest ist gleich zum Docks.

    Gegenbeispiele nannte ich ja bereits. Es gibt auch in HH Läden, die eine Art „Stammpublikum“ haben, weil dort nur eine Musikrichtung auftritt. Für Metal wäre es das Bambi Galore.

  24. doktor von pain sagt:

    Den Eindruck habe ich als jemand, der schon einige Konzerte in Hamburg besucht hat, auch. Das Docks und das Große Freiheit 36 sind halt etwas größere Läden, denen geht’s verständlicherweise um Profit. Da steckt keine politische Einstellung dahinter. So lange das Geld stimmt, lassen die da jeden spielen, ausgenommen natürlich irgendwelche extremistischen Bands, die auf der roten Liste stehen.

  25. xXx-Oimel-xXx sagt:

    Was ist bloß aus unserer Gesellschaft geworden? Da werden unwissende (meine Güte, du hättest dich doch 3-6 Klicks weiter informieren können) als rechtsoffen tituliert.
    Ihr knüppelt auf eigene Leute ein, wo ich mich frage ob ihr keine eigenen Feindbilder mehr habt.
    Es hat schon seine Gründe weshalb ich mich kaum zu irgendetwas äußere.
    Bevor man mir „meine Meinung“ nimmt, mir was unterstellt: Mir war diese Thematik fremd (für andere hier: anscheinend ein Heiligtum). es juckt mich auch nicht weiter…weiter machen (euch für plumpe Politik zerfleischen)!