Age Of Evil - Living A Sick Dream

Review

Wuchtig legen sie los, die jungen Burschen aus den Staaten. AGE OF EVIL sind in der Tat sehr jung und zwei Geschwisterpaare stellen hier die Hauptakteure dar, von denen bisher noch nicht viel zu hören war auf dieser Seite des Atlantiks. Bereits 2007 veröffentlichten sie ihren Langspieler „Living A Sick Dream“, aber eben auf der anderen Seite des großen Teichs. Im gleichen Jahr spielten sie jedoch auf dem Bang Your Head!!! Festival in Balingen auf, um dort durchweg positive Resonanzen zu ernten.

Nun ist es also soweit, die Jungs eröffnen dem europäischen Publikum ihr Können in Form von insgesamt zehn Songs, die allesamt in eine Sparte gesteckt werden können: Heavy Metal! Schon der erste Schuss ist mit „Call Me Evil“ gut gewählt. Eine Cover-Version von BALLISTIC. Wobei mir das Original einen Tick besser rein läuft, was aber auch an der markanten Stimme des ursprünglichen Sängers Tom Gattis liegen kann. Denn die Gitarrenarbeit ist zweifelsohne über jede Kritik erhaben. Gut, sowas ist bei einem Cover schnell gesagt, doch bereits wenige Tracks weiter ist klar, dass der Höhenflug anhält. Was für ein Zufall, dass eben dieser Tom Gattis am Erschaffen der Platte beteiligt war. Darauf kann er stolz sein, denn schließlich stecken die Gebrüder Goldberg und Ziff (dabei kommen mir ständig die Simpsons in den Sinn) so manch musikalische Konkurrenz sprichwörtlich spielerisch in die Tasche.

Nicht zuletzt dadurch, dass sie Mitgröhl-Passagen, thrashige Parts, imposante Soli und Riffs, die im Ohr hängen bleiben überraschend gut miteinander kombinieren. Es wird durchweg erfrischend energiegeladen aufgespielt und beim Titelsong „Living A Sick Dream“ zockt Marty Friedman (Ex-MEGADETH) auch noch mit. Einprägsame Melodien bringen noch ein wenig mehr Geschmack hinein, wie zum Beispiel bei „The Storm“ oder auch „Fingertips Of Fate“. Dass sie sich auch in progressiven Gefilden zu Hause fühlen zeigen sie bei bei „Dawn Of A New Era“, um mit dem letzten Titel „Eye For An Eye“ nochmals zum Rund-Um-Schlag auszuholen.

Die instrumentale Seite rockt, wie bereits erwähnt, in jeder Sekunde was die Felle und die Saiten hergeben. Auch Sänger Jeremy holt alles aus seinen Stimmbändern und genau das hört man ihm an diversen Stellen auch an. Für ein Debüt-Album, das ursprünglich noch in Eigenregie zusammen geschustert wurde, kommt „Living A Sick Dream“ echt gut rüber und ermutigt sich die Jungs live anzusehen, um heraus zu finden, ob sie auf der Bühne die verblüffend gute Instrumentalleistung auch umsetzen können. Abgesehen vom Gesang, der doch hier und da etwas schwächelt, würde ich sagen: Hut ab und Ohren auf, AGE OF EVIL geben Vollgas und legen mit Ihrer Powerplay-Scheibe einen richtig sauberen Start hin!

Shopping

Age of Evil - Living A Sick Dreambei amazon4,82 €
27.03.2009

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Living A Sick Dream' von Age Of Evil mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Living A Sick Dream" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Age of Evil - Living A Sick Dreambei amazon4,82 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33515 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare