Agoraphobic Nosebleed - Bestial Machinery

Review

Jetzt schlägt’s aber 136! Das hier ist nur was für die ganz Harten. Dass AGORAPHOBIC NOSEBLEED nicht gerade untätig sind, was das Veröffentlichen von EPs, Splits, 7″ und dergleichen Gedöns anbelangt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wohl dem, der da noch den Überblick behält. Für alle anderen haben ANb jetzt ein Herz und veröffentlichen auf dieser Compilation ihre gesammelten Krachwerke, die noch vor ihrem Relapse-Debüt „Honky Reduction“ den Weg auf Tonträger gefunden haben. Wie umtriebig Scott Hull und Jay Randall bereits damals waren zeigt die nicht gerade geringe Anzahl von 136 Tracks, die mit einer Spielzeit von knapp 80 Minuten zwei Silberlinge füllt, und bei ungeübten Ohren bereits nach kurzer Zeit zu nervösen motorischen Störungen führen dürfte. Dass sie ein Faible für überlange Tracklisten haben, ließ ja bereits der 100-Tracker „Altered States Of America“ erahnen. Und auch „Bestial Machinery“ schlägt mit sehr ungemütlichen Songlängen in dieselbe Kerbe. Hier wird geballert, dass es einem nur so in den Ohren läutet! Eben „Blast beat to bloodshed!“. Der Promozettel macht keinen Hehl daraus: „AGORAPHOBIC NOSEBLEED = controversy! Controversy = record sales!“ Die einzige Kontroverse, die diese schmucke Sammlung bei den Fans allerdings hervorrufen dürfte, ist der Vorwurf des Ausverkaufs, wenn man sich seit geraumer Zeit müht, die Originale in seinen Besitz zu bringen. Rein musikalisch gibt es aber nichts zu meckern sondern Grindcore, wie er sein muss. Alles übertönende Überschallblasts, selten auch mal nette Grooves oder kleinere Soundspielereien.
Die Soundqualität des Materials ist recht unterschiedlich, was die Boxen aufgrund teilweise arger Peaks dem Exitus öfter näher bringt als einem das lieb sein kann. Mit Ausnahme des Demos sind aber sämtliche Vinylveröffentlichungen in annehmbarer Qualität remastert worden, sodass man zwar raushören kann, wenn die Tracklist zu einem neuen Release kommt, das aber nicht sonderlich negativ auffällt.
Disc 1 enthält dabei die Split LP mit CATTLEPRESS, die „AGORAPHOBIC NOSEBLEED 7″ EP“, die 7″ Splits mit BENÜMB, ENEMY SOIL, LACERATION und GOB, sowie die „Limited HR reissue 7″ EP“. Auf Disc 2 tummeln sich neben einem Haufen Samplerbeiträgen dreizehn bislang unveröffentlichte Tracks, sowie das AGORAPHOBIC NOSEBLEED Demo, ursprünglich erschienen auf 7″. Natürlich sind mit VOIVODs „Forgotten In Space“, C.O.C.s „Hungry Child“, D.R.I.s „I’d Rather Be Sleeping“ und „I Don’t Need Society“, ASSNUKEs „Death Takes A Shit 2“, SORE THROATs „Man’s Hate“ und NAPALM DEATHs „Control“ auch einige Coverversionen an Bord. Zu denken sollte einem der kleine Zusatz zum Titel geben. Denn wo „Volume 1“ kann „Volume 2“ nicht weit sein!

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29.09.2005

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2 Kommentare zu Agoraphobic Nosebleed - Bestial Machinery

  1. doktor von pain sagt:

    Agoraphobic Nosebleed waren schon immer völlig talentfrei und fielen eher durch pseudoabgedrehte Ideen, nicht aber durch gute Songs auf. So etwas kann jeder zusammenzimmern, der Ahnung davon hat, wie man den Drumcomputer einschaltet und wie herum man eine Gitarre halten muss. Grindcore mit Anspruch geht wahrlich ganz anders. Platten wie diese kann man genau einmal hören, da sie dabei noch halbwegs lustig sind, danach kann man sie wahlweise im Keller einmotten, wegwerfen oder zum Abstützen des kippelnden Couchtischs benutzen.

    1/10
  2. draken sagt:

    Nun ja, sehe ich ne so. Die Scheibe ist vollgepackt mit chaotischem Grind. Die Vocals sind heftig. Besonders die Kreischer haben es mir angetan. Manches ist auch nicht so toll, aber der überwiegende Teil ist einfach nur der Wahnsinn. Die Gitarren sind zum Großteil ordentlich und laut aufgenommen und der Drumcomputer ist wirklich sehr gut programmiert.

    9/10