Apophis - Excess

Review

Kollege Markus Endres meinte anno 2005, dass es Sachen gibt, die es gar nicht gibt. Er wollte damit seine Überraschung über ein neues APOPHIS-Album ausdrücken, das sieben Jahre brauchte, um nach seinem Vorgänger das Licht der Welt zu erblicken. Das haben APOPHIS offensichtlich als Ansporn genommen, sich für „Excess“ noch mehr Zeit zu lassen. Das vorangegangene „I Am Your Blindness“ darf sich jetzt schon selbst Bier und Wein kaufen und dessen Vorgänger „Heliopolis“ ist weit über 20 Jahre alt. Mal sehen, was die süddeutschen Todesmetaller uns 2021 zu sagen haben.

APOPHIS sind zeitlos

Wo Death Metal drauf steht, ist auch Death Metal drin. Und so machen APOPHIS genau da weiter, wo sie vor 16 Jahren aufgehört haben und spielen ihren Todesblei alter Schule auf den acht Songs kompromisslos weiter. Dabei bleiben sie über weite Strecken im mittleren Tempo zuhause, was in Kombination mit dem Röhren des Sängers Bernd Kombrink zeitweilig an ASPHYX erinnert. Wenn sie dann, wie in „Every Single Stab“, das Tempo hochdrehen, macht die Scheibe richtig Spaß. Das Stück ist, nach den zwei eher durchschnittlichen Openern, ein wahres Moshfest.

Der weitere Verlauf gestaltet sich als solide gespielter Death Metal, mit guten Soli und drückendem Drumming. Insgesamt hätte nach der langen Zeit aber gerne noch der ein oder andere etwas memorablere Track hängen bleiben können. So bleiben die Stücke ein wenig blass.

„Excess“ ist alte Schule im neuen Gewand

Die Produktion ist druckvoll und der Gesamteindruck stimmt. Aber genau wie Kollege Maronde bei der ASPHYX-Platte Anfang dieses Jahres urteilte, ist es eben Death Metal knapp über dem Durchschnitt. Die Platte wird live sicher zünden und APOPHIS-Fans werden ab Sekunde eins abgeholt, aber eine Innovation sollte man nicht erwarten. Macht unterm Strich: Mission erfüllt, aber wenn sie sich jetzt wieder sechzehn Jahre Zeit lassen, müssen wir wohl mit Rollator vor und auf der Bühne stehen.

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27.08.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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