Asphodelos - The Five Rivers Of Erebos

Review

Die ersten Takte von “The Five Rivers Of Erebos” der Death-Metal-Band ASPHODELOS aus Jena klingen erst einmal beeindruckend: Für ein Debüt ist das Album durchaus ausgereift und die Band erstaunlich gut aufeinander eingespielt. Da sitzen die Riffs, die Rhythmen wechseln gekonnt zwischen schleppenden Passagen und schnellem Geknüppel und der Sänger legt viel Wert auf abwechslungsreiches Gegrunze. Außerdem legt der Lead-Gitarrist direkt im Intro “??????? ??????? ?????” ein gekonntes Solo hin. Pluspunkte für die Band, die bis 2010 als HATRED WITHIN unterwegs war und seitdem zwei EPs vorgelegt hat und seitdem offebar an ihrem Sound gefeilt hat.

“The Five Rivers Of Erebos” ist bis zur Hälfte gelungen

Der positive Eindruck hält sich denn auch bis ungefähr zur Mitte des Albums: “Crowns Are Inherited, Kingdoms Are Earned” und “Carnage” sind schlüssig aufgebaut und setzen immer im richtigen Moment auf das richtige Bauchfeeling – Headbanging wird live zur Pflichtaufgabe. Auch “As We Open The Gate” hat nette Passagen, wie die zweistimmigen Gitarrenharmonien in der Mitte des Tracks. Allerdings zeigt sich hier schon ein gewisser Abfall der Spannungskurve: Die Songs packen nicht mehr so richtig und sind im entscheidenden Moment zu beliebig geraten. Gerade das überlange “Nothingness” hätte gefahrlos auf weniger als die Hälfte der Spielzeit eingedampft werden können.

Das soll aber kein unnötiges Gemecker sein: ASPHODELOS machen ihre Sache gut und hätten einen Punkt mehr eingefahren, wenn sie an den entscheidenen Stellen die Zügel angezogen hätten – als EP wäre “The Five Rivers Of Erebos” sogar richtig gut gewesen. Dann allerdings mit einem besseren Sound: Mag sein, dass die Soundfiles, die für die Rezension zur Verfügung standen, die Ursache hierfür sind, aber der Sound hat insgesamt zu wenig Wumms, die Gitarren klingen zu dumpf und die Becken komprimiert, ja einfach erbärmlich.

17.01.2018

- Dreaming in Red -

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