Atrocious Abnormality - Formed In Disgust

Review

Fast neun Jahre haben ATROCIOUS ABNORMALITY für die Veröffentlichung ihres Zweitwerks benötigt. Angesichts der mickrigen Spielzeit von nicht einmal einer halben Stunde und der dürftigen Qualität des Materials drängt sich allerdings die Frage auf, ob die Zeit nicht sinnvoller hätte genutzt werden können. „Formed In Disgust“ ist dabei nicht nur spannungsarm und gänzlich platt, sondern weist sogar hörbare handwerkliche Mängel auf.

Von „tödlicher Präzision“ und „Groove“ – wie im Beipackzettel angepriesen – ist auf der Platte jedenfalls wenig zu hören. Vielmehr beginnt nach dem unerträglich stereotypen Intro („Last chance to evacuate earth…survive…blabla„) eine konforme Klopperei ohne Dynamik und Charakter. Punkten will das Trio aus dem US-Bundesstaat North Carolina dabei mit einem Old-school-Sound, was in diesem Fall bedeutet: mulmige Gitarren, ein teils viel zu lauter Bass und ein fisperndes Schlagzeug. Zusammen schabt das Ganze mehr als dass es schiebt und lässt am Ende jegliche Durchschlagskraft vermissen.

Die Riffs lassen in den zackigeren Passagen zwar gelegentlich Klasse aufblitzen („The Inevitable Undoing“, „Exterminate the Apostles“), wenn es aber wuchtig und zäh zu Werke geht, klingt jeder Part fast ausnahmslos gleich. Zudem haben ATROCIOUS ABNORMALITY immer mal wieder Probleme mit der Tightness und klappern teils erschreckend asynchron daher. Und auch das limitierte und monotone Geröchel des Gitarristen Steve Green bietet keinen Mehrwert.

Dass ATROCIOUS ABNORMALITY tatsächlich ein Label für die Veröffentlichung ihrer Platte begeistern konnten ist wohl der Tatsache geschuldet, dass ebenjenes von genanntem Herr Green betrieben wird. Möglich auch, dass der eine oder andere Liebhaber stumpfen Gerumpels „Formed In Disgust“ etwas abgewinnen kann. Aus objektiver Sicht muss von einem Kauf dieses Silberlings aber dringend abgeraten werden.

05.03.2016

"Am Ende isses immer Arbeit."

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