Auspex - Resolutio

Review

Aus Grenoble in Frankreich stammen die Symphonic Metaler AUSPEX. Die Band wurde 2001 gegründet und bringt mit „Resolutio“ nun ihr Debut heraus.

Dass AUSPEX Genre-Vorbildern wie NIGHTWISH nacheifern, wird schnell klar. Dabei mixen sie den Symphonic Stil mit einer gehörigen Portion Melodic Power Metal und einigen progressiven Anleihen. Allerdings werden gerade die progressiven Elemente wie Rhythmus- und Tempowechsel sparsam und klug eingesetzt, sodass sie nicht störend wirken, sondern ganz gut das Konzept unterstützen.

AUSPEX präsentieren sich gleichermaßen melodiös wie straight. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente und liefern soweit gute Arbeit ab. Die Stimme von Sängerin Elodie mag zwar noch längst nicht einer Tarja Turunen das Wasser reichen können, aber sie kann durch Ausdruckskraft und Abwechslungreichtum überzeugen. Oft ist gerade weiblicher Symphonic Metal-Gesang zu sehr auf eine Tonlage festgelegt, aber nicht bei AUSPEX, da Elodie sehr gut variieren kann. Insbesondere beim Song „Lost Academy“, wo die Stimme gleichzeitig in relativ hoher Tonlage im Vordergrund steht und mit tieferer Oktave mehrstimmig als weiblicher Hintergrundchor beigemischt wird, klingt das stark.

Bis hierhin liest sich das auch alles recht gut. Kommen wir zu den Haken: Elodies manchmal deutlich hörbarer Akzent ist noch das geringste Übel. Darüberhinaus klingen mir die symphonischen Einspielungen zu arg noch Konserve. Überhaupt kommt das Keyboard viel zu dominant, während die Gitarren bisweilen zu defensiv wirken. Dass Gesang und Keyboard bei dieser Spielart stark in den Vordergrund gemischt werden, ist natürlich nicht ungewöhnlich, doch hin und wieder scheint die Rhythmusgruppe ganz im Nirvana zu verschwinden. Und zuletzt muss noch angekreidet werden, dass durch die übermäßige Monumentalsound-Berieselung eigentlich kaum Eindrücke längerfristig haften bleiben.

„Resolutio“ lässt sich ohne Zweifel gut anhören. Doch nach dem Durchhören eines Albums erwarte ich, dass mir diese Melodie oder jenes Riff noch im nachhinein im Kopf umgehen oder ich im Stillen nochmal einen Refrain nachsinge – ganz besonders bei favorisierten Stilrichtungen, wozu Symphonic und Melodic Metal gehören. Bei „Resolutio“ war das leider Fehlanzeige. AUSPEX spielen durchaus abwechslungsreich, doch große Highlights bleiben aus. Es hapert noch an der Eingängigkeit, die bei diesem Genre unverzichtbar ist.
Die Grundlagen sind auf jeden Fall vorhanden, aber in Punkto Songwriting muss noch nachgelegt werden. Auch die Abmischung sollte man überdenken und die Keyboarddominanz etwas zurückschrauben. Bis dahin höre ich erstmal weiterhin NIGHTWISH & Co.

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22.01.2008

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