Autumnblaze - Lighthouses

Review

„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten“ heißt es doch so schön. Stand auch ich bislang im lichten Kegel der von Autumnblaze ausging, so scheint sich mein Standpunkt nunmehr ein wenig zu verschieben. Den metaphorisch abgegriffenen Titel „Lighthouses“ trägt die neueste Veröffentlichung von Autumnblaze in Form einer EP mit vier Stücken. Die rockig, melancholische Ader des Albums „Mute boy Sad girl“ wird zu einer verstärkten Genre-Fremdheit weitergeführt, die durchaus zu begrüßen ist. Leider haftet dieser eine gewisse Beliebigkeit an, der lediglich eine trügerische Spontaneität entgegensteht. Autumnblaze scheinen zwischen Ballade und Melancholie gefangen zu sein. Auf textlicher Ebene ergibt sich ein ähnliches Bild: überhöhte Metaphern und einschlägige Bilder, die sich nur noch selbst reproduzieren. Prägend ist nach wie vor die vielschichtige Stimme von Markus. Ein wenig selbstverliebt nährt sie sich selbst und es scheint stellenweise so, als könnte sie nicht genug von sich bekommen. Ein ernüchterndes Zwischenspiel, dass Autumnblaze von sich geben. Die Lighthouse Crew sollte nicht zu sehr ihren Umriss in die Welt projizieren – was zählt ist Substanz!

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08.12.2002

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7 Kommentare zu Autumnblaze - Lighthouses

  1. Anonymous sagt:

    sagt mal wer ist denn dieser c.p möchtegern verschnitt von einem rezensenten?? irgendwo ists genug, wenn der typ nichts mit der atumnblaze mucke anfangen kann, soll er die finger und sein gehör davon lassen. seit der burzum-wertungs katastrophe, was die beiden keyboard-alben angeht, habe ich kein unkompetenteres review mehr hier gelesen. jeder der autumnblaze bislang mochte wird "lighthouses" lieben und ich kann nur hoffen das dieser c.p. sich mal übelegt was für einen mist er da geschrieben hat. 10/10 grimm

    10/10
  2. dasmihi sagt:

    8 Punkte, weil sich die vier Titel nicht wirklich von |Mute Boy, Sad Girl| absetzen können. Zudem scheint mir Markus B. es etwas mit seinem Gesang zu übertreiben. Trotzdem ist diese EP einfach wunderbar. Alleine das für mich schönste Lied von Autumnblaze überhaupt:|The Cat With The Silvery Paws| kann für sich schonmal 12 Punkte vergüten (unbedingt von der Page mal runterladen). Alles in Allem, ist diese EP eine wundervolle Ergänzung zum letzten Album.

    8/10
  3. Anonymous sagt:

    bin gerade dabei, mir die CD anzuhören. der erste eindruck ist schonmal nicht schlecht. zumindest scheint das dargebotene material interessanter als das enttäuschende "mute boy…" zu sein. viel mehr gibts momentan nicht zu sagen, peth beschrieb es eigentlich recht gut. und zum gesang: ich finde gerade hierauf ist markus gesang sehr angenehm. fazit: die fans werden es ohnehin lieben, aber auch leute, die sonst eher skeptisch autumnblaze gegenüberstehen, können durchaus ein ohr riskieren.

    7/10
  4. Alarmist sagt:

    Hab 2 mp3s die ich mir seit Samstag anhöre. Der Eindruck ist sehr positiv und eventuell werde ich diese CD mir selber zu Weihnachten schenken! 😉

    8/10
  5. Anonymus sagt:

    Endlich kriegt die Kacke mal was sie verdient ! HAHAHA… 😀

    3/10
  6. Anonymous sagt:

    Auch ich kann an vorliegender Scheibe bei weitem nicht nur Licht entdecken, denke aber, dass das Review an der eigentlichen Problematik vorbeigeht. Zunächst bleibt festzuhalten, dass ich an den Texten nicht auszusetzen haben. Markus bedient sich nun wieder einer kraftvollen, metaphernschwangeren Sprache, die sich angenehm zu Bleak gruppiert und sich vom Kitsch der Dämmerelbentragödie und dem teilweise etwas sehr nüchtern-restringierten Blabla der Mute boy… deutlich distanziert. Der Gesang hat sich erneut gesteigert und übertrifft alle vorangegangenen Alben deutlich. Die Songs selbst hinterlassen allerdings doch einen zwiespältigen Eindruck. "The Cat…" ist für mich sowohl musikalisch als auch textlich einer der schönsten Songs der letzten Jahre und vielleicht das beste, was Autumnblaze bis heute vertont haben. "Wake me up…" ist ebenfalls ein absolut erstklassiger Song mit sehr eigener Atmosphäre und wunderbarem Songwrithing. "man on the…" ist prinzipiell ein gutes Stück Musik, aber leider absolut kraftlos, nachgerade fürchterlich produziert. Wer um alles in der Welt diese albernen "Bounce-Klänge" für angebracht hielt, würde mich dann doch interessieren. "towards" ist schon von der Anlage her nicht mehr als durchschnittlich, wird aber ebenfalls durch die völlig deplazierte und stimmungstötende Produktion zu einem wirklich nur schwer erträglichen Track. Markus B. bleibt ein erstklassiger Musiker und Komponist, aber diese schon auf der "Mute boy…" entdeckte Vorliebe für quitschige Synthie-Töne – die die beiden letzten Tracks versauen – sollte er bitte schleunigst wieder über Bord werfen. Dennoch erfolgt schon allein wegen der ersten beiden Songs eine klare Kaufempfehlung meinerseits.

    7/10
  7. stativision sagt:

    Während fast jeder was anderes an der CD auszusetzen hat, halte ich die vier songs (musikalisch) für mit die besten, die autumnblaze jemals aufgenommen haben. was sich auf dem letzten album schon andeutete – die richtung zum song an sich, ist hier zur perfektion gediehen. lediglich die texte passen noch nicht so ganz zur hochklassigen musik, da die sehnsucht, melancholie, etc. doch etwas zu reproduziert und trivial wirkt. dennoch im gegensatz zu ähnlich gelagerten kapellen halbwegs gelungen. gerade die stimme und die teilweise 70s-mäßigen keyboards (schön, dass sie den mut haben, damit so manch alten fan zu verschrecken) machen die mini-cd zu einem der highlights vom in letzter zeit untergehenden prophecy label.

    9/10