Ayahuasca - Instinct

Review

Galerie mit 4 Bildern: Ayahuasca - Euroblast Festival - The Ninth Coming

Besuchern der vergangenen Euroblast Festivals und treuen Kölner Konzertgängern dürften AYAHUASCA schon länger ein Begriff sein. Der Sechser aus der Domstadt lärmt seit nunmehr zwei Jahren ambitioniert durch den hiesigen Untergrund und kann bereits auf eine loyale Anhängerschaft blicken. Mit „Instinct“ legt die Band nun ihre Debüt-EP vor und bietet auf selbiger reichlich 20 Minuten ruppige Kost zwischen Death und Experimental Metal.

Durch zusätzliche Percussions mit einer kräftigen Tribal-Prise versehen, wütet der elfminütige Opener und Titeltrack nach kurzem Blätterwald-Intro drauflos, in der Folge bietet der Song dezent dissonante Gitarrenarbeit à la GOJIRA (die ohnehin einen sehr starken Einfluss auf die Kölner gehabt haben müssen) und markante Melodiearbeit, Frontmann Sliman Abu Sitta brüllt dazu herrlich angepisste Zeilen, bevor schließlich auch Ausflüge ins Thrash- und Core-Segment unternommen werden – gelungenen und vor allem in keinster Weise peinlichen Klargesang sowie HACRIDE-artige Cleangitarren inklusive. Allerdings wirkt die gebotene Stilvielfalt hin und wieder etwas bemüht, zwar sind alle Parts für sich durchaus hörenswert, die nahtlose Verzahnung derselben gelingt AYAHUASCA hingegen nicht immer.

Die folgenden „Cendre Et Ruine“ sowie das abschließende „Eternal Embrace“ stellen sich dann wesentlich stringenter dar. Beide Tracks punkten insbesondere mit ansprechendem Groove und Durchschlagskraft, zudem weben die Kölner immer wieder auch atmosphärische Momente in ihre rüden Kompositionen ein.

Insgesamt ist „Instinct“ zweifelsfrei ein ordentlicher Erstling. In puncto Sound gibt es hier und da zwar ein paar Wackler, was einer kompletten Eigenproduktion jedoch nachzusehen ist. AYAHUASCA wären allerdings gut damit beraten, ihre eigenen Ideen künftig noch konsequenter herauszuarbeiten – gerade der Name GOJIRA spukt wie ein immer wiederkehrendes Gespenst durch die Songs. Dennoch ein solides, vielversprechendes Scheibchen!

22.09.2015

"Am Ende isses immer Arbeit."

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