Battle Born - Blood, Fire, Magic And Steel

Review

Ok, mit dem Albumtitel haben BATTLE BORN echt tief in der Klischeekiste für Power-Metal-Bands gewühlt. Dass die britische Newcomer-Band es aber durchaus drauf hat, durfte sie bereits in unserer Premiere zu ihrer Single „Blood And Fire“ präsentieren. Thematisch orientiert sich die Band dabei an der Region Windhelm aus „The Elder Scrolls V: Skyrim“. Keine ganz unbeliebte Inspirationswahl für Metalbands, wie es scheint.

BATTLE BORN machen deutlich, wer ihre Vorbilder sind

Musikalisch verweilen BATTLE BORN irgendwo zwischen STRATOVARIUS, BEAST IN BLACK und DYNAZTY. Fröhliche Achtziger-Gedächtnismelodien wie in „Dragon Heart“ samt kitschig-ohrwurmigem Refrain wechseln sich ab mit Hochgeschwindigkeitsattacken wie im Opener „Wind Caller“. Muss man natürlich abkönnen, klingt hier aber herrlich unverbraucht und reißt einen schneller mit, als man „Fus-Ro-Dah“ brüllen kann.

Die Musik funktioniert auch deswegen so gut, weil der Mix angenehm erdig gehalten ist. Im Vordergrund stehen ganz klar die Saiten- und Schlaginstrumente, zusammen mit dem kraftvollen Gesang von Tom O’Dell. Keyboard wird natürlich auch eingesetzt, allerdings wohldosiert und unterstützend, anstelle sich permanent in den Vordergrund zu drängen. Wenn es dann mal im Rampenlicht steht, dann wie in „When Empires Die“, wo es sich den Solopart mit der Gitarre teilt. Sehr gelungen!

Wirklich innovativ ist „Blood, Fire, Magic And Steel“ wahrlich nicht, aber für Power-Metal-Fans ist es eine Dreiviertelstunde Wohlfühlmusik. Sogar der sonst oft kritisierte Knackpunkt der eingestreuten Ballade ist hier zumindest in Ordnung ausgefallen. „The Endless Grey“ reicht zwar nicht an die Epik eines „Glory To The Brave“ ran, ist aber auch nicht so blass wie bei vielen Genrekollegen. „Fire Storm“ hingegen ist eine fast perfekte Power-Metal-Blaupause. „Meridia“ hat einen wunderschönen Chor gegen Ende eingesetzt, welcher vorm Refrain noch einmal richtig schön Gänsehautfeeling heraufbeschwört. Gleiches gilt für den Rausschmeißer „Sky Guard You“, so viel Theatralik muss man erst einmal glaubwürdig verpacken können.

„Blood, Fire, Magic And Steel“ ist Eskapismus pur

Wer eine Dreiviertelstunde in packenden Melodien und einer ordentlichen Portion Epik, garniert mit der nötigen Menge Kitsch und Pathos versinken will, dem sei das Debütalbum von BATTLE BORN ans Herz gelegt. Die Briten schaffen es hier, in einem übersatten Genre ein ehrliches, gutes Album abzuliefern, welches einen einfängt und dessen Songs nicht so schnell wieder aus dem Ohr wandern wollen.

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05.05.2023

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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