Betrayal - Disorder Remains

Review

Elf Jahre haben BETRAYAL aus Aschaffenburg gebraucht, um ihr Debüt zu veröffentlichen, da nimmt man es ihnen nicht übel, dass sie für den Zweitling volle fünf Jahre gebraucht haben. 2016 kam das Debüt “Infinite Circles” über Transcending Records in einer 500er Auflage raus und für das aktuelle Album “Disorder Remains” gewannen BETRAYAL Rising Nemesis Records als Partner.

BETRAYAL spielen Death Metal

BETRAYAL spielen Death Metal. Dieser hat zwar viele verschiedene Unterkategorien, aber in keine davon passen die Aschaffenburger vernünftig rein. Ihr Death Metal ist technisch gehalten, aber nicht so, dass sie Technical Death Metal wären. Schwedische Einflüsse sind vorhanden, aber nicht genug, um in diese Schublade zu passen. Melodisch wird es hier und dort auch, aber von Melodic Death Metal sind sie weit entfernt. Inspirationen aus dem Black Metal tauchen auch mal auf, aber noch lange nicht so häufig, um es Blackend Death Metal zu nennen. Wissen denn BETRAYAL nicht, was sie wollen? Doch. Sie wollen Einflüsse aus den verschiedenen Richtungen zu ihrem eigenständigen Gebräu zusammenmischen und schaffen das auf “Disorder Remains” recht ordentlich.

Die Basis für “Disorder Remains” legt die satte Produktion. Die Scheibe klingt druckvoll und klar, aber noch meilenweit entfernt von den Überproduktionen, die sich heutzutage viele Brutal-Death-Metal-Bands leisten. Gerade das Schlagzeug klingt wie ein Schlagzeug einer Band aus diesem Bereich klingen sollte. BETRAYALs Death Metal strotzt vor Feinheiten und versteckten Bonbons. Hier und da werden Soli eingebaut, dann wird mal wieder kurz das Tempo angezogen und auf “Insanity” wird sogar mal richtig tief gegrowlt. Ansonsten liefert Sänger Alexander Burkl eher ein Gekrächze ab.

“Disorder Remains” fehlt noch der letzte Kick

Für das zweite Album der Band ist “Disorder Remains” sehr gut ausgefallen, aber es fehlen noch die Ausreißer nach oben, die die Band einzigartig machen. So haben wir es mit einem guten Death-Metal-Album von einer Band zu tun, die auf dem Weg nach oben ist, aber noch ein paar Schritte vor sich hat. Zulegen sollte man sich “Disorder Remains” trotzdem.

17.05.2021

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

Der metal.de Serviervorschlag

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