Brain Drill - Quantum Catastrophe

Review

Meine Damen und Herren, es wird brutal. Und technisch. Und zwar wie die Sau. Die Rede ist von BRAIN DRILLs neustem Output „Quantum Catastrophe“, bei dem es um Zombies, Tod und Vernichtung geht. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 2005 haben BRAIN DRILL nach „Apocalyptic Feasting“ nun den zweiten Longplayer draußen. Gute 40 Minuten vertracktes Geknatter und Geballer können durchaus ins Staunen versetzen.

Wem das Vorgängeralbum bekannt ist, dem dürfte klar sein, in welche Richtung der Hase läuft. Davon wird im Großen und Ganzen nicht abgewichen, man bleibt sich selbst treu, mit Blick nach vorne. Frickelt und tappt sich durch andere Sphären (Bass inklusive!), lässt nicht viel Zeit, um Atem zu holen. Immerhin aber noch mehr, als es beispielsweise BENEATH THE MASSACRE tun. Soll heißen, dass BRAIN DRILL nicht nur die Saiten und Felle wie die verrückten terrorisieren, sondern auch stampfende Passagen einstreuen („Monumental Failure“), die allerdings rar genüg gesät sind, um das offensichtliche Hauptziel der Band nicht aus den Augen zu verlieren: „Ich bin schneller, brutaler und versierter als du.“

Wie bereits angedeutet, gibt es da „möglicherweise“ noch die eine oder andere Band auf diesem Planeten, die ähnliches für sich beanspruchen und so stehen BRAIN DRILL nicht ganz allein auf weiter Flur. Unabhängig davon machen sie ihre Sache sehr gut. Wer so schnell, so derartig verzwickt und klar spielt, muss entweder wahnsinnig oder genial sein. Oder ein prima Audio-Programm im Hintergrund laufen haben, wovon wir jetzt mal nicht ausgehen.

Mit irrsinniger Komplexität trümmern sich BRAIN DRILL durch jede Schädeldecke, ob es gefällt oder nicht. „Mercy To None“ ist beispielhaft für die Skills der Band und das aufkommende Gefühl, dass Technik nicht alles ist, sondern es auch auf gutes Songwriting und Hörertauglichkeit drauf ankommt, selbst wenn das Tonleiter-Solo gemessen an der sonstigen instrumentalen Leistung auf „Quantum Catastrophe“ geradezu infantil wirkt.

Trotz rotierendem Bandmember-Karussell agieren BRAIN DRILL routiniert und fokussiert. Alex Webster von CANNIBAL CORPSE betitelt die Band als „Over The Top“. Technisch gesehen kann ich mich durchaus anschließen, denn die Finesse ist exorbitant. Was allerdings dieses Alleinstellungsmerkmal angeht, haben mittlerweile doch einige Bands aufgeschlossen, die auf das gleiche Ziel schießen. Eine gnadenlos hochtechnisierte Todesmaschinerie wird hier auf die Menschheit losgelassen und wem dieser rasante Mix aus totalem Inferno und minimal entspannteren Momenten nicht auf den Keks geht, ist herzlich eingeladen mitzuschunkeln.

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28.04.2010

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1 Kommentar zu Brain Drill - Quantum Catastrophe

  1. sickman sagt:

    Ziemliche Harke das Teil. Für den Bereich des Technical Death Metal ein absolutes Topalbum! Steht ORIGIN und Konsorten in nichts nach.

    9/10