Cans - Beyond The Gates

Review

Soloprojekte gestandener Musiker sind immer so eine Sache. Entweder unterscheiden sie sich kaum von ihrem Hauptbetätigungsfeld und sind somit überflüssig (z.B. KOTIPELTO), oder sie haben rein gar nichts mit dem etatmäßigen Brötchengeber zu tun, sodass sie dessen Fans komplett vor den Kopf stoßen (z.B. Rob Halfords TWO-Ausrutscher). Joacim Cans, seines Zeichens Goldkehlchen bei HAMMERFALL, umschifft diese Gefahren mit seiner aus der Langeweile des tristen Touralltags geborenen Nebenband CANS auf ihrem „Beyond The Gates“ betitelten Debüt ziemlich geschickt. Einerseits bleibt natürlich seine Stimme sein unverkennbares Trademark und ein paar Tracks hätten auch gut auf das letzte HF-Werk „Crimson Thunder“ gepasst (z.B. „Red Light“). Andererseits aber bekommt man zusätzlich Stücke zu hören, die man so von einem HF-Recken nie erwartet hätte. „Beyond The Gates“ ist vom Grundtenor her nämlich wesentlich düsterer und eine ordentliche Portion härter ausgefallen, als es die Templars Of Steel jemals sein werden. So schimmern u.a. hier und da mal WARLORD durch und auch Bombast- oder Prog-Freaks kommen bei einigen an SAVATAGE oder DREAM THEATER angelehnten Versatzstücken auf ihre Kosten. Diese Variabilität erklärt sich dadurch, dass Joacim einige seiner Helden wie z.B. Jeff Waters (ANNIHILATOR) oder David Chastain gebeten hat, ein paar Riffs beizusteuern, die dann von ihm und seiner mit Mat Sinner (b, PRIMAL FEAR/SINNER), Mark Zonder (dr, FATES WARNING), Stefan Elmgren (g, HF) und Metal Mike Chlasciak (g, HALFORD) prominent besetzten Band zusammengebaut worden sind. Dieses Konzept ginge sowohl direkt und hart riffend („Soul Collector“, „Back To Hell“ oder „Signs“), als auch dramatisch, bombastisch und getragen („Fields Of Yesterday“, „Beyond The Gates“ oder „The Key“) absolut perfekt auf, hätten sich nicht mit „Garden Of Evil“, „Forever Ends“ oder „Dreams“ einige Langweiler auf die Scheibe verirrt. Nichtsdestotrotz macht „Beyond The Gates“ als Soloalbum durchaus Sinn, da es kein Abfallprodukt aus nicht verwerteten HF-Ideen darstellt, sondern ein eigenes Profil hat, das über den zugegebenermaßen etwas beschränkten Horizont seines Mutterunternehmens hinaus schaut.

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30.04.2004

Der metal.de Serviervorschlag

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