



„Symphony In Flesh“ zeigt die belgischen Death Metaller CARNATION mit einer Rückkehr an mehreren Fronten: Kontrakttechnisch sind sie zurück im Demostadium angelangt, kurz: Sie bringen ihre Scheibe in Europa einfach selbst raus. Außerdem haben sie für ihr mittlerweile viertes Album wieder ihr altes Logo rausgekramt und besinnen sich nach eigener Aussage auf ihre Wurzeln.
Rückkehr an mehreren Fronten
Das bedeutet ganz konkret: Der auf dem letzten Album „Cursed Mortality“ eingesetzte Klargesang von Simon Duson bleibt diesmal außen vor. Na dann, Simon: Kehle! Aber auch sonst geben sich die Belgier wieder deutlich angriffslustiger: „Flesh-Eating Frenzy“ versprüht ENTOMBED-Vibes, während der Opener „Blackmouth“ mit dezenten Melo-Death-Metal-Einsprengseln punktet. Dagegen präsentiert sich das Quintett mit „Kingdom Of Dreams“ zwischen gebieterisch zupackend und alptraumhaft.
An dieser Stelle ein Wort zur Produktion: Für die war wie zuletzt wieder Bassist Yarne Heylen zuständig, der „Symphony In Flesh“ mit viel Hall und Reverb ordentlich Weite und Transparenz gibt, während die Gitarren kompromisslos nach HM-2-Chainsaw klingen. Fein! Dadurch klingen dann auch gezupfte Intros oder die Gitarrenleads wie in „Labyrinth Of Silence“ richtig gut, während untenrum druckvoll im Stakkato gesägt wird.
Die zweite Hälfte des Albums wird nochmal mit einem Death-Metal-Brecher eingeläutet („Towards Death“), aber ansonsten gibt es vom Blastbeat-Uptempo immer wieder ziemlich viel Abwechslung. Das abschließende „Legacy Of The Forefathers“ summiert in seinen elfeinhalb Minuten Spiellänge alle Schattierungen und steigt durch Säulengänge der Angst langsam hinab in die Unterwelt, um am Ende doch noch so etwas wie ein großes Finale einzuläuten. Gerade hier lohnt sich das aufmerksame Hören, während Songs wie „Blackmouth“ oder „Flesh-Eating Frenzy“ das Gehirn auslassen und direkt in die Nackenmuskulatur gehen.
„Symphony In Flesh“: Zwischen HM-2-Chainsaw und Säulengängen der Angst
Die oben genannte Rückbesinnung auf die Wurzeln ist bei all dieser Vielseitigkeit nicht in jeder Facette zu hören, vielmehr eher spürbar oder eine dezente Verschiebung. Beziehungsweise ist sie noch viel mehr sichtbar, wenn es bei der „Symphony In Flesh“ ziemlich blutig zur Sache geht und auch für die Promofotos Schlachtabfälle herangekarrt wurden. Am wichtigsten ist aber sowieso die Musik, und da machen die neuen Songs (wieder) eine gute Figur. Wenn Ihr also schicken und knusprigen Death Metal hören möchtet, seid Ihr bei CARNATION und ihrer „Symphony In Flesh“ genau an der richtigen Adresse.

Eckart Maronde


















Bei allem Verständnis für HM2 Nostalgie und OSDM Vibes, LIK ihr seid der Hammer, brummen die Klampfen hier vielmehr, als zu braten, wohingegen die Drums anscheinend in der säkularisierten Krypta nebenan aufgenommen wurden. Vielleicht, aber nur vielleicht ist jetzt auch einfach mal gut mit Skogsberg-Sunlight-Worship.
Da muss ich leider zustimmen. Nimmt mir auch sehr viel Hörspaß. Schade, dass was ich bereits hören konnte, finde ich eigentlich richtig geil.