Catastrophic - The Cleansing

Review

Beschäftigen wir uns also mit Catastrophic, einem interessanten Hybriden-Projekt, gezüchtet aus feinsten Erbanlagen der Spezies Death-Metal und New-York-Hardcore. Besondere Aufmerksamkeit verdient hierbei wohl die Tatsache, dass in den Reihen der illustren Truppe ein recht prominenter Veteran des Todesbleis steht, kein geringerer als Trevor Peres nämlich, der als Rythmus-Gitarrist und Songwriter der legendären Florida-Metzger Obituary verantwortlich zeichnet. Die anderen vier Mitglieder der Truppe entstammen übrigens der Combo Pyrexia. Soviel zum Line-Up, nun zur Musik selbst: Das Konzept geht sehr gut auf, die Mischung stimmt bis ins Detail, so dass auch einem Hardcore-Verächter wie mir nur das andächtige Staunen bleibt, während die Scheibe Löcher in meinen CD-Player fräst. Man bietet Groove und Aggressionen a la Carte, das Beste aus der Welt beider Genres eben. Und alles fügt sich harmionisch ineinander, niemals hat man den Eindruck, dass man hier krasse Gegensätze vor Augen bzw. Ohren geführt bekommt. Ich denke es ist wichtig zu erwähnen, dass der Schwerpunkt bei Catastrohic, was Gitarrenarbeit anbelangt sowieso, klar beim Death-Metal liegt, und der Hardcore wirklich nur tendenziellen Einfluss auf die Mucke hat, er fungiert quasi als Salz in der Suppe. Bestenfalls der Gesang kann Anleihen in dieser Richtung verbuchen, aber wen juckt das schon? Natürlich sollte dies jetzt keinen beinharten Hardcorler abschrecken, mal in diese Qualitätsscheibe reinzuschnuppern, aber ich denke, für jeden Fan des groovenden D.M. (SFU!) ist diese Platte erst mal Pflicht. Gute Tracks hervorzuheben erübrigst sich fast, denn es gibt eigentlich keinen einzigen Schwachpunkt auf der Scheibe. Es sind gelungene Groover wie „Hate Trade“ und „Messiah Pacified“ genauso auf der Speisekarte vertreten wie Up-Tempo Reißer a la „Pain Factor“ und das eingängigen und bassschwangere „The Veil“. Und nun das „Wort zum Sonntag“: Catastrophic spielen frischen und innovativen Metal, der gehörig in den Arsch tritt. Sie könne sich neben allen genannten Vorzügen vor allem dem Eigenständigkeitsbonus auf der Habenseite verbuchen. Amen!

05.02.2001

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