Clock Paradox - Egotheism

Review

Mit CLOCK PARADOX betritt eine vergleichsweise neue Band die finnische Metalbühne, deren Mitglieder aber teilweise auf eine lange Musikervergangenheit zurückblicken können: Gitarrist Jyrki Hiltunen war dereinst bei MYTHOS, sein Kollege an den sechs Saiten, Antti Karhu, spielt bei THE MAN-EATING TREE, und auch sonst ist das Quintett sehr umtriebig – Erfahrung ist also reichlich vorhanden, und das hört man dem Debüt „Egotheism“ unbedingt an.

Das Quintett zockt darauf acht Nummern, die am ehesten in die Progressive Death Metal-Schublade gesteckt werden können: Komplexe (aber nachvollziehbare) Rhythmen, viele tiefergelegte, manche abgehackte Gitarrenriffs, offene Akkorde, atmosphärisches Synthiegeplucker und dazu ein Sänger, der zwischen Subwoofergrunzen und psychotischem Kreischen (schön durch den Verzerrer gejagt) wechselt. Passend dazu ist „Egotheism“ ein Konzeptalbum über die Sichtweisen eines Psychopathen auf sich selbst, andere und das Leben generell – in Tagebuchform. Sicherlich keine neue Idee, aber passend.

Das Schöne an „Egotheism“: Die Songs sind nicht aufgebläht, sondern kommen trotz aller Progressivität schnell auf den Punkt und verlieren sich nicht in selbstgefälliger Zurschaustellung irgendwelcher Fähigkeiten. Überlange Instrumentalpassagen gibt es auf „Egotheism“ folglich nicht, nach gut 40 Minuten ist das Album auch schon wieder vorbei. Und passenderweise ist zum Beispiel ein Track wie „In The Flesh“ fast schon hitverdächtig knackig und melodiös.

Das Album hat die Band komplett selbst produziert, was hinsichtlich des Sounds erstaunlich genug ist: Der ist schön transparent und klar, aber keineswegs steril. Ganz netter Effekt: Ab und zu donnert das Schlagzeug im absoluten Subwooferbereich, was das Album bei den Nachbarn nicht unbedingt beliebter machen dürfte. Kurz und gut: CLOCK PARADOX ist ein Name, den man sich merken sollte, und „Egotheism“ ein Album, das bei Prog-Death-Fans noch auf den Wunschzettel gehört.

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09.12.2012

- Dreaming in Red -

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