Cnoc An Tursa - The Giants Of Auld

Review

Nicht mehr jedem Zwölfjährigen mit fettigen Haaren und Pickelgesicht hängt ein Mjölnir um den Hals und auch nicht mehr jeder Halbwüchsige stemmt auf entsprechenden Festivals ein Methorn, wobei es vor gefühlten drei Tagen noch der Emil in der großen Pause war. Was heißt das also? Ja, irgendwie scheint der Paganwahn ein wenig abgeflacht, was sich auch in der Banddichte in diesem Sektor zeigt, die aktuell ihre Releases auf den Markt wirft. Auf der anderen Seite gewährt dies auch Bands die Chance, die, trotz gegebener Qualität, in der unglaublichen Schrottflut untergegangen wären. Vorstellbar wäre das auch bei den Schotten CNOC AN TURSA gewesen, die aktuell im Pagan-Konjunkturabschwung ihr Debütwerk “The Giants Of Auld“ in die Regale transportieren.

Von belanglosem 0815-Kram in diesem Sektor habe ich mittlerweile derart die Schnauze voll, dass keinerlei Gefahr besteht, diese Platte nur gut zu bewerten, weil ich schon lange nichts mehr Entsprechendes gehört habe. Stattdessen haben die Schotten eine ansprechende Nische gefunden, die sie mit bekannten Elementen, einer guten Gesamtschnittmenge und landestypischen Folk-Versatzstücken füllen. Gerade Letztere webt der im Jahr 2006 gegründete Fünfer gekonnt in seine Musik ein und schafft eine interessante Verbindung aus schwarzer Rohheit und landschaftlichem Heimatambiente.

Bereits der Opener “The Lion Of Scotland“ markiert ein markantes Folk-inspiriertes Riff, auf dass ein bombastischer Paganmantel aufgespannt ist. Dabei klingen die Keyboards von Rene McDonald Hill zwar ziemlich präsent und für den einen oder anderen vermutlich gar reichlich schwülstig, doch in meinen Ohren verkommt “The Giants Of Auld“ nur selten zu Pathos aus Selbstzweck. Das einzige, woran CNOC AN TURSA an manchen Stellen etwas kränkeln, ist, dass die Briten musikalisch/emotional oftmals lediglich an der Oberfläche kratzen und nur selten in tiefere Regionen des Hörers hervordringen können.

Dafür fehlt den Kompositionen vermutlich noch eine etwas tiefgängigere Komponente, auch wenn “The Giants Of Auld“ bereits versucht, etwas Abwechslungsreichtum und merkliche Eingängigkeit einzubringen. Letztendlich bleibt das Debüt der Band ein absoluter Lichtblick im Pagan-Sektor, der mit noch etwas mehr Erfahrung und Feingefühl im Songwriting durchaus noch schimmernder werden kann.

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13.03.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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