Craving - At Dawn

Review

Mit „At Dawn“ kommt diesen Monat das zweite Album der Oldenburger Melodic Death/Black/Folk Metaller CRAVING heraus – und das überrascht erstmal mit einem Faustschlag: kein Intro, keine Flöten, keine Gewabere, sondern ein wuchtiger Death-Metal-Part direkt in die Fresse. Haben sich CRAVING etwa in dem einen Jahr, das zwischen dem selbstbetitelten Debüt und dem Zweitwerk lag, so sehr verändert? Nein, haben sie nicht: „At Dawn“ ist ein Album, das melodischen Death Metal, Folk und angeschwärzte Parts miteinander vermengt, auf viel Abwechslung setzt, häufig verspielt herüberkommt und auf jeden Fall eine Menge Ohrwürmer im Gepäck hat. Und damit bewegen sich die Oldenburger weiter auf dem Kurs, den sie auf ihren letzten Releases eingeschlagen haben, wenngleich „At Dawn“ noch ein wenig abwechslungsreicher daherkommt.

So finden sich auf diesem Werk eben alle oben genannten Trademarks, häufig werden Tempo und auch Stimmung gewechselt, von blitzschnellem (Melo-)Death-Geknüppel hin zu tanzbaren, folkigen Midtempoparts und immer wieder auch ruhigen Akkustikanteilen zeigen sich CRAVING damit abwechslungsreicher als viele ihrer Genrekollegen. Doch nicht nur das, gleichzeitig schafft es der Vierer auch, in fast jedem der Tracks auf „At Dawn“ einen Ohrwurm oder eine Melodie, die hängenbleibt, einzubauen, sodass jeder Song für sich stehend einen kleineren oder größeren Höhepunkt bietet: Stücke wie „Sons Of The Rebellion“, „Targaryen Wrath“ (mit Chris Caffery als Gast), das vorab bereits veröffentlichte „Olga (???????? ? ?????? ?????)“ oder „Garden Of Bones“ zeigen, wie abwechslungsreich, wie eingängig, wie gut gemacht diese Art von Musik auch anno 2013 noch klingen kann.

Und dennoch: Manche der Parts auf „At Dawn“ klingen dann doch ein bisschen kitschig (der Anfang von „Schwarze Flügel – Black Wings“ zum Beispiel), sodass dann eben doch nicht gänzlich alles überzeugt. Pagan- und Folk-Metal-Fans könnten sich daran vielleicht weniger stören, andererseits werden jene wahrscheinlich auch ein bisschen bemängeln können, dass gerade diese Parts oft auch nicht so originell klingen, wie der Rest des Albums, sondern schon öfter mal gehört wurden. So verfehlen CRAVING mit „At Dawn“ letztlich dann doch den ganz großen Wurf – schade. Trotzdem sollten Fans solcher Bands wie WINTERSUN, AMON AMARTH oder OBSCURITY (deren Sänger Agalaz auch Gastvocals beigesteuert hat) „At Dawn“ durchaus mal eine Chance geben, denn CRAVING ist ein gutes, eingängiges, melodisches und hartes Album gelungen.

03.10.2013

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