Cruachan - The Morrigan's Call

Review

Deathgrunts, Frauengesang, Bouzouki, Flöten, Mandolinen und Stromgitarren? Das kann nur eines bedeuten: die Iren von CRUACHAN sind wieder da! Die Dame und die Herren haben spätestens mit dem Album „Folk-Lore“ mein Herz im Sturm erobert. Zu gelungen war jene Scheibe, als das irgendwer, der sich eine Verbindung von Irishfolk und Metal vorstellen kann, hätte wiederstehen können.

Mit der nächsten Scheibe „Pagan“ wurde allerdings die Liebe schon auf eine Harte Probe gestellt. Die sogenannte Produktion war damals ein totaler Griff ins Klo und erstickte somit jeden Hörgenuß im Keim. Jetzt sind sie also wieder angetreten, um verlorenen Boden gut zu machen. „The Morrigan’s Call“ heißt der neueste Streich und glänzt mit einer soundtechnischen Veredelung, die keine Wünsche offen lässt. Endlich kann man wieder klar und deutlich jedes einzelne Instrument erkennen, ohne das alles im Soundbrei untergeht. Und Instrumente haben CRUACHAN ja schon seit Ewigkeiten eine ganze Menge an Bord, wie oben bereits erwähnt.

So ganz zufrieden bin ich aber dann doch nicht mit „The Morrigan’s Call“. Das mag zum einen daran liegen, daß CRUACHAN mir zu viele gewollt fröhliche Melodien einbauen, die zum Beispiel in „Shelob“ irgendwie überhaupt nicht zum restlichen Metal-Part des Songs passen wollen. Es hört sich fast so an, als ob Metal und Folk sich hier in die Quere kommen. Auch die Nummer „The Very Wild Rover“ bereitet mir Bauchweh. Das kann allerdings daran liegen, dass Klaus & Klaus aus der traditionellen Vorlage in grauer Vorzeit ihr „An der Nordseeküste…“ verwurstet haben. Und ich bekomme die Nordsee beim Hören einfach nicht aus meinem Gehörgang raus…

Dem gegenüber stehen natürlich auch wieder sehr gelungene Titel, wie das recht düstere „The Great Hunger“ oder „Cuchulainn“. Und gerade bei diesen Songs fällt mir mal wieder auf, wie wohltuend sich die überaus angenehme Stimme Karen Gilligans von den sonst meist üblichen Sangesdohlen im Metalbereich abhebt.

Insgesamt überwiegen diesmal also endlich wieder die positiven Aspekte bei CRUACHAN, auch wenn man das eigene Highlight „Folk-Lore“ nicht zu toppen vermag. Allen, die mit SKYCLAD oder WAYLANDER etwas anfangen können oder einfach auf Folk stehen, sei diese CD sehr ans Herz gelegt. Der Rest kann allerdings ruhig auch ein Ohr riskieren, schadet ja nichts, mal wieder eigenständige Musik für sich zu entdecken.

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14.11.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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