Cry My Name - Elements

Review

Nach dem 2011er Debüt „Speak For The Voiceless“ und der EP „Letting Go Of Yesterday“ im darauffolgenden Jahr präsentieren CRY MY NAME aus Rendsburg in Schleswig-Holstein nun ihr Zweitwerk „Elements“. Die Scheibe enthält elf mit spürbarer Hingabe dargereichte Songs im Schnittfeld von Metal- und (Post-)Hardcore, wobei sich der Fünfer mal melodisch-eingängig, dann wieder wüst und rüde präsentiert.

Was die Freude zu Beginn allerdings ein wenig trübt, ist der etwas unausgewogene Sound der Platte: Der Bass brummt formlos dahin, die Becken tönen zu spitz, die Gitarren klingen eine Spur zu komprimiert und der Scream-Gesang ist hin und wieder ein wenig zu präsent abgemischt. Hier wäre mehr drin gewesen. Dennoch: Der Fünfer legt eine durchaus couragierte Leistung an den Tag, agiert mit großer Leidenschaft – und hat diverse richtig gute Songs im Gepäck.

So kann unter anderem das treibende „Blind“ mit fiesem Core-Riffing und variablen Vocals über die volle Distanz überzeugen – ebenso wie das leidenschaftliche „A Drop Of Hope“ mit seinen liebenswürdigen Gangshouts. Die brachiale Abrissbirne „No Lies No Luxury“ punktet mit bemerkenswerter Energie und gefällig arrangierten Gesangsparts, während der phasenweise verträumt-melancholisch angehauchte Schlusstrack „Torpid And A Mess“ vor allem mit flächigen Gitarrenarrangements und einer Menge Abwechslung gefällt.

Dem gegenüber stehen jedoch einige Songs, die bestenfalls gehobenes Mittelmaß erreichen. So wird beispielsweise das instrumental durchaus griffige „We Can Reach More“ durch die recht halbgare Gesangsperformance in seiner Wirkung gehemmt, in „Understanding“ mit einem völlig austauschbaren Strophenriff herumhantiert – und der etwas unbeholfen wirkende Breakdown im zweiten Track „Go“ verursacht auch wesentlich mehr Schaden, als dass er Nutzen bringt. Insbesondere – es wurde bereits mehrfach angesprochen – beim Gesang gibt es immer mal wieder Grund zu mäkeln: Fronter Cedric Bensch brüllt zwar mit großem Engagement und liefert solide Clean-Vocals ab, lässt dabei aber immer wieder das Gefühl für nötige Dynamik vermissen. Zudem ist die Verzahnung der einzelnen Parts hier und da etwas plump geraten: Growls und Klargesang wollen in vielen Tracks einfach kein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Am Ende ist „Elements“ folglich eine Medaille mit zwei Seiten: In ihren besten Momenten agieren CRY MY NAME wie eine gestandene Band, die Wut, Härte und Melodie zu einem überzeugenden und explosiven Gebräu vermischt – auf jeden dieser Höhenflüge folgt aber fast immer eine rumpelige Landung. Kurzum: Solide Scheibe, coole Energie – aber noch viel Luft nach oben, was das Feintuning anbelangt.

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13.07.2014

"Am Ende isses immer Arbeit."

Der metal.de Serviervorschlag

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