Cryptic Lane - Signpost

Review

Das Ruhrgebiet ist ein Schmelztiegel kreativer Energie, wenn es um das Thema Metal geht. Bekannte Bands wie SODOM oder KREATOR bilden da nur die Spitze des Eisbergs. Auch im Underground finden sich immer wieder talentierte Bands, die an die Oberfläche streben. Die aus Castrop-Rauxel stammende Formation CRYPTIC LANE ist so eine Band. Mit ihrer Mischung aus Hard Rock, Melodic Metal und einigen moderneren Elementen stellen die Mannen um Sänger René Wilhelm nun ihr Debütalbum “Signpost” vor.

Die Mischung klingt auf den ersten Blick nicht allzu spannend, aber CRYPTIC LANE verstehen es aus diesen Fragmenten frische, rockige Songs zu komponieren. Dabei fällt gerade der harte Opener “Kill The Oppression” etwas aus dem Rahmen und will nicht so recht ins Gesamtbild des Albums passen. Keine schlechte Nummer, aber als Opener eher unglücklich gewählt. Da spiegeln das folgende “Breaking Out”, die Hymne “The Light Deep Inside” oder “Never Enough” mit ihren eingängigen Refrains schon eher den Stil der Band wider. CRYPTIC LANE spielen geschickt mit ihren Einflüssen und gucken auch gerne über den Tellerrand, wie nicht zuletzt “Someone Who Wasn’t Me” beweist. Hier weben die Ruhrpott-Rocker moderne Hard-Rock-Elemente in ihren Sound ein und fahren sehr gut damit. Wer hier an Bands wie NICKELBACK oder ALTER BRIDGE denkt, liegt damit gar nicht so verkehrt.
Es ist das große Plus von CRYPTIC LANE, dass sie absolut unbefangen an ihre Musik herangehen. Ob das jetzt an dem noch recht jungen Alter der Bandmitglieder liegt oder einfach an den klasse Kompositionen, kann sich jeder selbst überlegen. Fakt ist, dass “Signpost” einige sehr gelungene Stücke enthält, die sich sofort in den Gehörgängen festbeißen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es auf dem Debüt dennoch zu vermelden. Mit der Klischeeballade “Dream Of You” und dem unspektakulären “The Final Call” haben sich auch zwei eher durchschnittliche Nummern eingeschlichen, die den positiven Gesamteindruck etwas schmälern. Da wäre bei beiden Songs hörbar mehr drin gewesen.

Allerdings soll das jetzt nicht zu hart klingen, immerhin handelt es sich bei “Signpost” um das Debütalbum einer jungen Band, die sehr viel Potential mitbringt. Hier und da müssen die Jungs noch ein wenig nachbessern, das Fundament ist aber gelegt und insgesamt kann ich “Signpost” allen Freunden der oben genannten Bands oder auch alter BON JOVI, sowie diverser melodischer Metal-Acts ans Herz legen. Es lohnt sich.

13.05.2013

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