Crystal Tears - Generation X

Review

Nach einigen Demos veröffentlichte die griechische Hard Rock/Power Metal-Kombo CRYSTAL TEARS 2006, geschlagene neun Jahre nach ihrer Gründung, ihr Erstlingswerk “Choirs Of Immortal”, das dem Quartett zwar erste Erfolge, wie Shows mit RIOT, JAG PANZER oder W.A.S.P., einbrachte, der große Sprung blieb jedoch aus. Mit Neu-Fronter Ian Parry (VENGEANCE, ELEGY) an Bord und dem neuen Album “Generation X” im Gepäck machen sich CRYSTAL TEARS nun erneut auf, auch außerhalb ihres Heimatlandes Fuß zu fassen.

Von Beginn an zeigen CRYSTAL TEARS, dass sie wissen, was sie wollen, denn der kraftvolle Opener “Inner Spirit” findet sofort seinen Weg in die Gehörgänge und begeistert mit druckvollem Riffing, abwechslungsreichen Drums und schicken Rhythmuswechseln. Parrys voluminöse Stimme passt perfekt zur Musik, ist durch ihre sehr eigene Klangfarbe beim ersten Hören allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig. Zugleich verleiht sie CRYSTAL TEARS jedoch starken Wiedererkennungswert, was die Musik allein nicht hätte leisten können.
Die übrigen Tracks auf “Generation X” folgen dem guten Beispiel des Openers und treffen fast durchweg ihr Ziel. Nur selten schleicht sich Füllmaterial in die Kompositionen und die wenigsten Passagen zünden nicht. Tracks wie “Nightmare Serenade”, zu dem es auf der CD zusätzlich ein Video zu sehen gibt, oder das als Ballade beginnende “Crystal Tears” und die Mitgröl-Hymne “Rock Until We Fall”, bei denen Parry seine Stimme endlich einmal voll ausfahren kann, stechen dabei besonders hervor. Jedoch hat “Generation X” auch eine gewaltige Schwäche. Zwar kann jeder Song einzeln zweifelsohne punkten, betrachtet man jedoch das Gesamtwerk, ist dies leider nicht in so hohem Maße der Fall. Das Problem ist schlichtweg, dass sich die Kompositionen in ihrer Form zwar voneinander unterscheiden, aber offensichtlich ist, dass sie aus demselben Holz geschnitzt sind. Egal, wie sehr sich CRYSTAL TEARS bemüht haben, “Generation X” abwechslungsreich zu gestalten, das Album wirkt meiner Meinung nach irgendwann dennoch zu monoton.
Einen Pluspunkt gibt’s allerdings für die einwandfreie Produktion, die R. D. Liapakis, der bereits bei MYSTIC PROPHECY, SUICIDAL ANGELS oder ORDEN OGAN die Regler bedient hat, übernommen hat.

“Generation X” ist zweifelsohne ein sehr starkes Album, mit dem CRYSTAL TEARS so einige neue Fans dazu gewinnen werden. Zudem haben sie erreicht, was nicht jede Band von sich behaupten kann: Sie haben eindeutig Wiedererkennungswert. Auch technisch liefern die Griechen eine anständige Leistung ab. In Sachen Songwriting besteht aber bestimmt noch Luft nach oben. Reinhören sollten Genre-Fans jedoch auf jeden Fall.

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31.05.2010

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