Daath - The Concealers

Review

DÅÅTH hatten mich mit ihrer letzten Platte „The Hinderers“ schon sehr positiv überrascht – gerade der Hammertitel „Ovum“ hatte es mir angetan – und was soll ich sagen: Die neue Scheibe „The Concealers“ toppt diesen Eindruck sogar um Einiges!

Aber fangen wir von vorne an. Wer diese Band bisher noch nicht kennen sollte, dem sei gesagt, dass DÅÅTH eine amerikanische Combo aus Atlanta, Georgia, ist. Die fünf Herren schmeißen wirklich alles Mögliche in einen Pott und lassen daraus ein äußerst kräftiges, wütendes und treibendes Metalbiest entstehen.
Neben deutlichen Death-Metal-Wurzeln finden sich dabei Melodic-Death-, Black-, Thrash-, Heavy-, Grind- und auch Metalcore-Einflüsse. Mit Bands umschrieben: Schmeißt einfach BLOODBATH zusammen mit DEVILDRIVER, SLAYER, ARCH ENEMY, NEVERMORE, etwas KEEP OF KALESSIN, MISERY INDEX und THE BLACK DAHLIA MURDER in einen Topf, rührt einmal um und schon bricht eine Bestie hervor, die sich nicht mehr stoppen lässt!

Etwas progressiv geht man dabei auch zu Werke, gibt es hier und da im ersten Moment seltsam anmutende Effekte und ungewöhnliche Keyboardeinsätze, wie zum Beispiel beim einminütigen Instrumental „Duststorm“. Auffällig dabei ist, dass diese Effekte im Vergleich zum Vorgängeralbum „The Hinderers“ seltener auftauchen und sich wesentlich homogener in die Lieder einfügen. Es gibt daneben auch einige weitere Änderungen, um nicht zu sagen Verbesserungen zu finden.
Zum einen wäre da der mittlerweile feste Drummer, der schon zwei Titel auf dem letzten Album eingespielt hat. Die Rede ist dabei von niemand geringerem als Prügelmeister Kevin Talley, der vielen von euch sicher schon mal als Drummer bei u.a. MISERY INDEX, DECREPIT BIRTH, DYING FETUS, CHIMAIRA und CATTLE DECAPITATION über den Weg gelaufen sein dürfte.
Des Weiteren gibt es einen Neuzugang an der Gesangsposition zu vermelden, der dem alten Sänger Sean Faber aber stimmlich in nichts nachsteht – die Rede ist von Sean Z.
Das alles verändert den Stil insofern merklich, als dass „The Concealers“ wesentlich flotter, treibender und kerniger daherkommt, als es „The Hinderers“ noch tat. Progressiv ist man immer noch, aber nicht mehr ganz so stark wie zuvor, was dem moshwütigen Metalhead sehr zum Vorteil gereicht.

Diese Scheibe ist wirklich klasse. Sie ist abwechslungsreich gestaltet, eigenständig und wartet mit einer Menge Nackenschmerz-Material auf. Im Vergleich zum Vorgängeralbum lässt sich eine merkliche Steigerung wahrnehmen, unter der allerdings die progressiven Elemente etwas leiden mussten. De facto macht das aber nichts, denn dadurch ist das Material eingängiger ohne sich dabei aber in irgendeiner Weise anzubiedern. Jeder, der auf schnellen und abwechslungsreichen Death Metal steht und dabei keinerlei Berührungsängste mit dem Einsatz von Keyboards und kleineren Frickeleien hat, wird diese Platte lieben! Over and out!

10.04.2009

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