Daemonicus - Eschaton

Review

Die schwedische Abrisskugel DAEMONICUS schlägt nach neun langen Jahren mit einem neuen Album ein, das auf den Namen „Eschaton“ hört. Der Titel steht für die Hoffnung auf Vollendung des Einzelnen oder der gesamten Schöpfung und den Anbruch einer neuen Welt. Er steht außerdem in Verbindung zu den „letzten Dingen“ in der sogenannten Eschatologie. Hierbei handelt es sich um  Tod – Gericht – Himmel oder Hölle. Das ist guter Stoff als Grundlage für künstlerische Inspiration und DAEMONICUS basteln daraus auch direkt ein Konzeptalbum. 

DAEMONICUS – Thematisieren Verbrechen im Namen der Religion

Im blutroten Konzeptfaden des Albums werden die Gräueltaten behandelt, die der Mensch im Namen der Religion begangen hat. Dementsprechend giftig klingt der Opener „To Poison Everything“. Ein sehr starker Einstieg in das Album, der direkt ins Ohr geht und dort hängen bleibt. „The Double Edged Sword“ schneidet ebenfalls tief ins Fleisch und schreit groovend nach Blut. Groovend ist ein gutes Stichwort, denn die Produktion drückt ordentlich und fett, allerdings nicht zu clean für den Stil. Ebenfalls erwähnenswert ist der Gesang, der abwechslungsreich und schön fies geraten ist. Hier wird gekonnt zwischen tiefen Growls und bösem Krächzen gewechselt. Die Verachtung für die angesprochenen Verbrechen und die geheuchelte Frömmigkeit ist deutlich spürbar. Dementsprechend zornig klingt auch das schnelle „You Know My Name“, das wie eine Planierraupe über die nächste Kirche rattert.

„Eschaton“ – Sehr solide Abrechnung mit der (Schein)Heiligkeit

„Eschaton“ ist insgesamt ein ziemliches wütendes Album geworden. Hier wird ordentlich mit der angeblichen Heiligkeit und ihrer Verbrechen abgerechnet. Beim Hören fällt sofort die bereits erwähnte starke Produktion und der sehr gelungene Gesang auf. Nicht alle Songs bleiben nachhaltig hängen, aber das ist auch nicht zwingend notwendig. Das Album ist ein sehr solides Werk und Fans von ENTOMBED, GRAVE und BOLT THROWER sollten ein Ohr riskieren. Wem die Kirchenglocken mal wieder zu sehr auf die Nerven gehen, kann dieses Album als Kampfansage auflegen und dabei viel Spaß haben.

 

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13.08.2021

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