Damned Nation - Sign Of Madness

Review

Alben wie „Sign of Madness“ von den Schweden DAMNED NATION sind eigentlich der reinste Albtraum für jeden Redakteur. Jenseits der magischen Ober- und Untergrenzen von Grottenschlecht und Hammergeil tummelt man sich irgendwo im soliden Mittelfeld und raubt einem jegliche Angriffsfläche für einen deftigen Verriß, lässt leider aber auch kein Hintertürchen offen für sinnentleertes Hochjubeln der kreativ-euphorischen Sorte. So eine richtig „mächtige Hammer-Brett-Bombe, die beim Kacken die Schüssel wegsprengt“ ist hier nämlich nicht bei rausgekommen.

Seit gut einer Dekade nun bringen DAMNED NATION ihren Rock in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen an den geneigten Mann und Frau. Nach etlichen Besetzungswechseln und kleineren oder größeren Unzulänglichkeiten ihrer Labels hat man bei den Italienern von Scarlet Records ein neues Zuhause gefunden. Von der Grundausrichtung her lassen sich die Jungs in die klassische Hard Rock Ecke schieben, die von der ausdrucksstarken und melodischen Stimme Sänger Matti Alfonzettis geprägt wird. Eine wirklich überaus gute Stimme, die das ganze Spektrum von kratzig, rauchig bis zu sentimental, gefühlvoll ausreizt und nicht schon an den Whiskey geschädigten Stimmbändern beim Versuch zu Singen scheitert. Eigentlich lauscht sich die Platte ganz angenehm wäre da nicht dieses Gehacke und Gestottere an der Gitarre. Prinzipiell ist der gesteigerte Härtegrad an den Saiten nicht schlecht, wenn solche Songs wie ‚Human Sacrifice‘ dabei herauskommen. Über weite Strecken des Albums, hören sich die Gitarren allerdings an als wäre Zakk Wylde bisher nur ein Riff eingefallen. Brutale, tiefgestimmte Akkorde humpeln durch die Songs, schwingen sich zu jaulenden Soli auf und tun vor allem eins – nerven. Im Vergleich zum starken Gesang wirken die Riffs einfach nur plakativ-einfallslos. Zu allem Überdruss wurden sie von Tomas Skogsberg, der besonders für seine Schleifpapierarbeiten für Entombed und Backyard Babies bekannt ist, penetrant in den Vordergrund gemischt, so dass nicht einmal gewolltes weghören funktioniert. Wer den Gitarren jedoch etwas abgewinnen kann, sollte Spass an „Sign of Madness“ haben.

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03.03.2005

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