Darklon - The Redeemer

Review

Die Griechen DARKLON stehen in der Tradition klassischer US-Metal-Bands wie JAG PANZER, MANOWAR, früher SAVATAGE und OMEN. Mit Nikos Minos A. hat übrigens der aktuelle Sänger Letztgenannter inzwischen auch das Mirko bei DARKLON übernommen, weshalb grade deren Einfluss natürlich nicht von Ungefähr kommt. Mit „The Redeemer“ holen die Athener nun ihr zweites Stück überwiegend amerikanisch geprägten Heldenstahls aus dem Feuer.

DARKLON schmieden ihren Stahl nach alter Art

An den leider verstorbenen J.D. Kimball kommt Nikos Minos A. zwar nicht ganz ran, die raue, kräftige Stimme des Griechen hat aber durchaus ihren ganz eigenen Charakter und passt nicht nur gut zum treibenden Songmaterial von DARKLON, sondern verleiht diesem auch ein gewisses Maß an Wiedererkennungswert. Die Produktion von „The Redeemer“ ist außerdem etwas druckvoller und differenzierter ausgefallen als die des Debüts „Rise From Death“, ohne dabei jedoch den erdigen, ruppigen Charme einzubüßen, den diese Art von Musik benötigt.

Handwerklich ist bei DARKLON also alles im Lot, aber wie sieht es mit den Songs aus? „The Redeemer“ sowie das folgende „Rancor And Agony“ bieten mit einer gesunden Portion Härte einen knackigen Einstieg ins Album, letzteres gibt sich zudem überaus kämpferisch im Refrain und dürfte auch live super funktionieren.

Stücke wie „Lamashtu’s Claw“, „The Bloodstone“ und der starke Rausschmeißer „Way Back Home“ wiederum zeigen, dass DARKLON nicht nur nach Amiland schielen, sondern auch die Lehren der NWoBHM in sich aufgesogen haben, gezielt platzierte MAIDEN-Harmonien und Steve-Harris-Bassläufe inklusive. Auffällig ist über die gesamte Spieldauer der doch recht ausgeprägte griechische Akzent von Nikos Minos A.; das kann man wahlweise als charmant oder störend empfinden, rein stimmlich gibt sich der Mann aber keinerlei Blöße und ist damit sicherlich eine der größten Stärken von DARKLON.

Starke Ansätze mit Luft nach oben

So richtige Stinker leisten sich DARKLON auf „The Redeemer“ nicht, insgesamt gibt es aber auch nur wenige Highlights, die man am liebsten sofort auf dem nächsten Keep It True aus voller Kehle mitschmettern möchte. Die Songs sind allesamt sehr solide mit ein paar Ausreißern nach oben, das Highlight bleibt aber der charismatische Gesang.

An die Originale aus den 80ern oder erfolgreiche Zeitgenossen wie VISIGOTH, ETERNAL CHAMPION und GATEKEEPER kommen DARKLON noch nicht heran, das Potential ist aber da und Fans klassischen Heavy Metals mit Epik-Schlagseite können hier bedenkenlos ein Ohr riskieren.

 

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14.05.2023

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