Dear Mother - Bulletproof

Review

Das niederländische Trio DEAR MOTHER stellt sich mit seinem Debütalbum “Bulletproof“ der alternativen Musikszene vor. Mit frischem Sound ist dieses Album vor allem etwas für Fans der modernen Metalcore-Szene.

DEAR MOTHER stellen sich vor

Mit “Vertigo“ und “Means To No War“ liefern DEAR MOTHER einen Start, der es in sich hat. Die Einflüsse von Bands wie BRING ME THE HORIZON und MOTIONLESS IN WHITE sind unüberhörbar.

Elektronische Elemente tragen die schweren und tief gestimmten Metal-Gitarren. Der Klargesang ist technisch sehr gut, sticht aber nicht heraus. Insgesamt ist der Sound jedoch fett und beeindruckend, wenn ich bedenke, dass es sich hier um eine Eigenproduktion handelt.

“Bulletproof“ sorgt für Überraschungen

Beim ersten Hören fällt immer wieder die Vielfältigkeit von “Bulletproof“ auf. Vor allem Songs wie “12 Years in Exile“ überzeugen. Hier habe ich das Gefühl, dass DEAR MOTHER ihren eigenen Sound gefunden haben und nicht einfach eine weitere Metalcore-Band sind.

Die Vocals, insbesondere die Ausbrüche in die Kopfstimme, erinnern hier an KORN und werden zum Markenzeichen. “Symbiose“ wiederum klingt wie ein Song, der auch von BEARTOOTH stammen könnte. Beim der brutalsten Track des Albums bekomme ich sofort Lust darauf, mich in den nächsten Moshpit zu stürzen.

Der SKRILLEX-Moment des Albums

“A Soul For Hire“ ist die größte Überraschung auf “Bulletproof“. Der Track beginnt zwar ruhig und es rechnet wohl kaum jemand mit den einsetzenden Dubstep-Elementen. Diese Dynamik ist absolut einzigartig und das einsetzende Piano sorgt für eine neue Note. DEAR MOTHER etablieren einen individuellen Sound, von dem das Album profitiert.

„Bulletproof“ – Nostalgische Texte

“Satellite“ wiederum lässt mich an die “A Thousand Suns“-Zeiten von LINKIN PARK denken. Die Melodien sind sehr eingängig und der Track sorgt für Gänsehaut.

Der letzte Song auf “Bulletproof“ trägt den Titel “Palace“. Er sticht klanglich heraus und ist lyrisch sehr emotional: “How will I know that it’s you, who shines amongst the thousand stars?“. Die weichen Melodien und das lyrische Thema des Songs, nämlich die Vergänglichkeit des Lebens, erinnern an LINKIN PARKs bislang letztes Album “One More Light“.

“Bulletproof“ handelt davon, dass ein Mensch, um unbesiegbar zu werden, die schlimmen Zeiten hinter sich lassen muss. Nur daran wächst er.

DEAR MOTHER – Eine Band voller Überraschungen

DEAR MOTHER beweisen mit ihrem Album “Bulletproof“, weöches Potenzial sie besitzen. Die einzige Schwäche des Albums ist, dass das Trio seinen Sound noch nicht ganz gefunden zu haben scheint. Während manche Songs im Metalcore-Dschungel untergehen, haben andere hingegen einen sehr individuellen Klang. Fans der neuen Schule sollten dem Album jedoch unbedingt eine Chance geben.

13.07.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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