Death Mentality - Welcome In The Killingsphere

Review

Da wartet das Label Transwaved doch in diesem Monat schon mit der dritten Platte auf, die mir zum Rezensieren auf den Tisch flattert, und zum dritten Mal handelt es sich dabei um eine junge Band aus Österreich, von der man vorher wenig bis gar nichts vernommen hat. DEATH MENTALITY heißt diese Band, welche mit „Welcome In The Killingsphere“ ihr Debütalbum auf den Markt bringt.

Und wieder einmal frage ich mich, wieso so viele junge Bands sich direkt um einen Plattenvertrag bemühen, anstatt sich erstmal den Arsch abzuproben und ein paar Demos aufzunehmen, um einen eigenen Sound zu entwickeln, der den Wiedererkennungswert steigert. Dabei ist „Welcome In The Killingsphere“ nicht schlecht – DEATH MENTALITY warten mit einem gefälligen Riffing irgendwo zwischen modernem Melo Death und Metalcore auf, das mal mehr an AT THE GATES zu „Slaughter Of The Soul“-Zeiten, mal mehr an jüngere AMON AMARTH mit ein bisschen mehr Tempo erinnert und mal auch ein bisschen Thrash oder Punk verwurstet, auch der Gesang kann was und ist in seinen besten Momenten an den von UNEARTH-Fronter Trevor Phipps angelehnt. Das kommt zunächst sehr geil rüber, nutzt sich aber schon nach wenigen Songs ab, was daran liegen mag, dass die Songs allesamt eher auf Action vor der Bühne ausgelegt zu sein scheinen, als darauf, gut auf CD zu funktionieren, was besonders klar wird, betrachtet man die immer wieder eingeschobenen „Ansagen“ während der Songs, die Sänger Patrick Kubin von sich gibt (der Aufruf „Let’s go!“ läutet einen Breakdown ein, der Schrei „Guitar!“ ein Gitarrensolo). Live dürften dann auch die Songs besser zünden, was auf CD dadurch verhindert wird, dass der Stil von DEATH MENTALITY einfach schon viel zu oft dagewesen ist. Auch der recht dünne Sound (besonders die Gitarren hätten deutlich fetter klingen dürfen) sorgt dafür, dass „Welcome In The Killingsphere“ nur mit Abstrichen zu genießen ist.

Ein Album, das gefällt, aber nichts Neues ist, sich auch relativ schnell abnutzt und bei weitem nicht über den Sound verfügt, den diese Art von Musik braucht. Trotzdem hat diese Band Potenzial, wenn man sich denn davon verabschiedet, nur das zu machen, was so viele andere auch machen. Wie eingangs erwähnt: Der eigene Stil, die eigene Identität fehlt einfach.

23.06.2011

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