Despite Exile - Relics

Review

KURZ NOTIERT

DESPITE EXILE begehen eine der schlimmsten Sünden, die man als Death-Metal-Band begehen kann: Sie nehmen sich viel zu ernst. Obwohl die Presseinfo das Quintett aus Udine eher als Tech-Death-Band einschätzt, merkt man den Italienern ihre Verwurzelung im Metalcore (FARSEER SCREAM) deutlich an und entsprechend fallen auch hier die Äpfel nicht weit vom Core-Stamm.

Doch immer, wenn sich ein interessanter Song andeutet, kommt Grunznase Jacopo Durisotti daher und ruiniert einfach alles mit seinem tumben Geblöke. Seine klischeehafte „WRAAWRAAWRAA“-Artikulation nimmt den Songs jede nur erdenkliche Form der Ernsthaftigkeit und zieht sie ins Lächerliche. Dabei beweist die Band auf ihrer neuen Platte „Relics“ eigentlich sogar ein geschicktes Händchen für Melodien und Dramatik, in „Submerge“ vor allem. Und in technischer Hinsicht gibt man sich keine Blöße. Anders ausgedrückt: Die Band hinter Durisotti versucht, ihr Album zu retten. Am Ende aber bleibt „Relics“ ein dank massiver Übersteuerung unangenehm lautes und gleichzeitig extrem langweiliges Album, dessen Hörgenuss ohne rosarote Brille zur Tortur wird.

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26.11.2017

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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3 Kommentare zu Despite Exile - Relics

  1. Bernie Blindmann sagt:

    schlechtes Review, schlechte Bewertung, gutes Album!

    8/10
  2. _lillith sagt:

    Das ist definitv kein Death Metal … häää? Technical Deathcore trifft es wohl eher. Die Platte lief öfter mal durch und ich bin sicher auch kein Deathcore-Fan, aber das Album fetzt schon. Die Jungs treffen recht genau die Schnittmenge zwischen Core und Metal und machen dabei solide Musik.

    4/10 ist echt ne miese Bewertung, die nicht ansatzweise der Platte gerecht wird. Die läuft absolut solide durch und macht Spaß! Ich kann nur meine Empfehlung ausprechen!

    8/10
  3. Bennie sagt:

    Schrecklich diese core-hater. Es ist immer so lustig wenn man seit Jahren als Core fan auch die unbekannteren bands und „deeperes“ Zeugs kennt und die miefigen „ich mag nur trves Zeug“ Hassmenschen auf 30 Meter erkennt. Ich habe die band gerade ergooglet weil ich so faszineirt und begeistert von diversen Songs war und was erblickt mein Auge: als erstes diesen niederschmetternden Kommentar. Sicherlich, Geschmäcker sind verschieden, weshalb objektive zuweilen Musikbewertung gar fast sinnlos sein kann, aber was bitte sind das für Kriterien?
    (1) „immer wenn sich ein interessanter Song andeutet … tumbes Geblöke“ wer definiert jetzt was interessant ist?
    (2) oh die vocals sagen dem „Kritiker“ wohl nicht zu, daraus ein objektives „die Band macht sich lächerlich“ zu machen, finde ich wiederrum… lächerlich.
    (3) aha technisch gibt man sich keine Blöße und es gibt einige interessante Melodien, ABER Übersteuerung und eben der Sänger. Klingt bei mir nach hardcore bias und wieder mal ausgekotzt was der Präfrontale Cortex nach einigen Minuten ausgekotzt hat. Kleiner Tipp: Das geübte (und geneigte) Ohr findet oft erst nach mehrmaligen und genauen Hinhören hinein, aber hey ist ja „nur core“ oder?