Dezperadoz - Dead Man's Hand

Review

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Aus dem ursprünglich als Projekt von Alex Kraft (Gesang, Gitarre) und Tom Angelripper gestarteten Western-Monster DEZPERADOZ ist mittlerweile eine vollwertige Band entstanden, die man, musikalisch gesehen, wirklich ernst nehmen sollte. Denn die vier Recken um Mastermind Alex Kraft sind mit verdammt viel Herzblut am Werk, das konnte man bisher auf jedem ihrer Album hören.

Das neue Werk „Dead Man’s Hand“ ist der vierte Output unter dem DEZPERADOZ-Banner. Und während das letzte Album „An Eye For An Eye“ sicherlich kein schlechtes Album war, kränkelte es ein wenig an nicht ganz überzeugenden Songs. Dem wird mit der neuen Scheibe vollständig Rechnung getragen. Denn auf „Dead Man’s Hand“ haben die Musiker eine Art Hitalbum geschrieben, das vor Energie und coolen Songs nur so strotzt.

Beim ersten Durchlauf schafft es das Album, die gleiche Aufbruchstimmung wie auf dem Debüt „Dawn Of Dying“ zu entfachen. Die Tracks klingen allesamt frisch. Es scheint, als ob Alex Kraft wieder mehr Feuer in den Nummern zünden konnte. Wie sonst erklärt es sich, dass Granaten wie „Under The Gun“, „Just Like Cowboyzz Do“, „Saloon No. 10“, „Showdown“ (im Duett mit Tom Angelripper) oder die coole Saloon-Adaption „My Ol‘ Rebel Heart“ (superwitziger Track, wer kennt noch das Computerspiel „North And South“?) sofort zünden? Eben, es liegt am überzeugenden Songwriting, gepaart mit richtig fetten Riffs und der kraftvollen Stimme von Alex „wie der Name schon sagt“ Kraft. Dass hier und da bekannte Melodien aus diversen Western-Filmen aufkommen oder daran erinnern, rundet die ganze Sache natürlich noch ab.

Auch die Grundstimmung führt dem Hörer ständig Sequenzen aus klassischen Western vor. Seien es die alten Italo-Western oder auch die allseits geliebten Spencer/Hill Kracher, „Dead Man’s Hand“ bietet den perfekten Soundtrack. Produzent Thomas Lichtenwalter und Mixer Dennis Ward (u.a. PINK CREAM 69) haben einen tollen Job gemacht und lassen die Songs in einem klasse Sound erscheinen.

Ein bekanntes Schmankerl der Scheibe ist sicherlich auch „My Gun And Me (Southern Pride Version)“, welches schon auf „Dawn Of Dying“ zu den Höhepunkten zählte. Hier in einer Country-Version vertont, macht die Nummer erneut mächtig Spaß.

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15.04.2012

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