Diary of Dreams - Freak Perfume

Review

Galerie mit 9 Bildern: Diary Of Dreams auf dem Mera Luna Festival 2016

Die Vorboten O‘ BROTHER SLEEP und AMOK ließen einen mit einer eher gespaltene nErwartungshaltung an das neue Diary of Dreams-Album denken. Zu sehr schien der Weg in Richtung FuturePop zu gehen, so daß man durchaus befürchten mußte, Adrian Hates werde in Zukunft dieser Richtung mehr Platz einräumen. FREAK PERFUME nun endlich hat tatsächlich einen recht elektronischen Einschlag, was von dem Vorgänger ONE OF 18 ANGELS allerdings auch schon gesagt werden konnte. Die Zweifel an diesem Werk werden allerdings schnell verweht, denn tatsächlich handelt es sich hier erneut um ein weiteres warmes Diary of Dreams-Album, welches wiedereinmal eine tiefe Atmosphäre verbreiten kann. Auch wenn sich die tanzbaren Hits vielleicht ein wenig vermehrt haben mögen, so sind diese doch immer noch weit entfernt vom stumpfen Treiben diverser Club-Experten. Vielmehr verbreiten diese Stücke eine sehr treibende Atmosphäre. Die ruhigen Momente kommen somit, untypisch für Diary of Dreams, ein wenig seltener vor, was diesen aber einen höheren Stellenwert und einen größeren Kontrast zum Gesamtkontext von FREAK PERFUME gibt. Der deutsche Text bei „Traumtänzer“ dürfte allerdings Rätsel aufgeben, den ansprechend ist er nur bedingt zu nennen. Etwas flach für die Verhältnise von Adrian Hates ist er es, an dem man sich zu aller erst bei diesem ansonsten fulminanten Stück stößt. Sieht man über solche Kleinigkeiten hinweg hat man jedoch wieder ein einnehmendes Werk einer der ambitioniertesten deutschen Formationen. Ich wiederhole mich in diesem Zusammenhang eigentlich nur allzu gerne und es mag schon abgedroschen klingen, dennoch sollten Diary of Dreams endlich die verdiente Anerkennung, auch in Form von Verkaufszahlen, erhalten.

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12.08.2002

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2 Kommentare zu Diary of Dreams - Freak Perfume

  1. Anonymous sagt:

    Mit der Wertung muss ich Asmondeus Recht geben, 10 Punkte hat sie leider nicht verdient. Aber 9 sind ja auch sehr dolle ūüėÄ Nur warum gerade Traumtänzer als "Schandfleck" der CD angesehen wird, ist mir völlig schleierhaft. Ich finde das Stück ziemlich genial, und reiht sich prima in das Gesamtwerk ein. Auf jedenfall eine starke CD, und "The Curse" ist bereits heute für mich der Song des Jahres ^^

    9/10
  2. Anonymous sagt:

    die erste single-auskopplung >o‘ brother sleep< hatte ich mir -entgegen meiner gewohnheit- bereits vor längerem gekauft. zu gross war die neugier in die neue musikalische ausrichtung des kommenden albums hinein zu schnuppern. >your disco needs you!< war mein erster gedanke, aber disco mit gefühlvoller feinarbeit und der gleichen intensität, wie bei den frühwerken – das lobe ich mir!! das neue album hält dann auch noch 2-3 weitere disco-knaller bereit, ebenso einige ruhigere stücke, alles von diary of dreams gewohnt. auch musikalisch, oder atmosphärisch gibt es gegenüber den vorherigen werken keine grossen überraschungen, nur das halt einiges deutlich mehr auf disco getrimmt wurde, was vor allem am technoiden bass liegt. dennoch teilt sich die begeisterung auch mit einigen unzulänglichkeiten: von den 9 neuen songs waren zwei bereits auf der ersten maxi – >o‘ brother sleep< und >she<, beide klingen auf dem album nicht wirklich anders und somit hatte ich hier keinen gegenwert für meinen bezahlten album-preis. entsprechend den kleinen negerlein, wären es nun nur noch 7 songs und an weiteren 3 habe ich auch noch was zu bemängeln, da bleiben dann noch 4, die aber sind wirklich sehr gut! die 3 weiteren songs, die mich nicht so vom hocker hauen sind zum einen >traumtänzer<, welcher -wie der titel schon andeutet- in deutsch daher kommt, deren reime aber keinen allzu hohen anspruch besitzen und mir zum teil einfach zu banal rüber kommen – ansonsten aber eine schöner song. dann haben wir noch >chrysalis<, eigentlich ebenso ein schöner, ruhiger song, aber mit ständig im sekunden-takt wiederholendem beat und refrain. hier wird null spannung aufgebaut, da fehlt jede variation, das hat adrian in der vergangenheit schon deutlich besser hinbekommen. >rebellion< ist dann noch weitaus deutlich banaler im aufbau, besonders was diese langweilige, billige >klavier<-melodie angeht, da motzt mir noch mal jemand über burzum!! ansonsten ist dieser songs einfach nur absolut unspektakuler und einer der schlechtesten, den adrian jemals präsentiert hat. insgesammt trüben diese ausfälle etwas den gesammteindruck, ebenso wie die mir bereits bekannten songs, ist halt der nachteil von maxis, deshalb hasse ich sie. eine 8 kann ich aber ohne bedenken geben und die übrigen songs (incl. die von der maxi) sind wirklich grandios und wer die maxis nicht kennt, bekommt hier sehr viel für sein geld geboten. diary of dreams werden mit >freak perfume< ebenfalls nicht den szenen-mainstream-durchbruch schaffen, aber ich glaube das wollen die auch gar nicht (?), da müsste man den stil schon komplett ändern und die intensiven gefühle auf ein geringstes mass reduzieren, denn was anderes schmeckt diesem mainstream-publikum nicht. ich habe aber keine angst davor, dass adrian diesen weg jemals einschlagen wird, uns stattdessen noch lange zeit mit neuer, einzigartiger musik aus der gruft beehrt! – grimm.

    8/10