Dominanz - Let The Death Enter

Review

Trotz ihrer DEATHSTARS-Referenz im Coverartwork haben die norwegischen Extreme-Metaller DOMINANZ auf „Let The Death Enter“ an den richtigen Stellschrauben gedreht und ihren Sound entrümpelt. Das heißt: Der Sound auf dem neuen Album enthält weniger Industrial Metal, weniger RAMMSTEIN, keinen Klargesang, aber dafür mehr Black Metal. Natürlich nicht von der räudigen Sorte, sondern eher symphonisch, denn Keyboards haben im Sound nach wie vor ihren Platz. Aber die Einflüsse von, sagen wir mal, mittleren DIMMU BORGIR sind unverkennbar. Schön, dass DOMINANZ also genau das gemacht haben, was wir uns insgeheim schon beim Vorgängeralbum „Noxious“ gewünscht hatten.

„Let The Death Enter“ enthält weniger Industrial und mehr Black Metal

Ob es jetzt daran liegt, dass DOMINANZ mit Luis F Vilches und Marius L. Fimland ein neues Gitarristenduo verpflichtet hat, bleibt dabei offen. Fakt ist aber, dass gerade die ersten Songs äußerst griffig ausgefallen sind: Egal ob der Opener „Death Is The Watcher“, „Lucifer“ oder „Code Of Silence“: Die Riffs und Melodien sind schon ziemlich einprägsam und begleiten den Hörer wie im Fall des Titeltracks bis in den Schlaf, wo die gedehnten Gitarrenharmonien für unwohlige Träume sorgen.

Keine Frage: Die Messlatte liegt mit diesen Tracks ziemlich hoch, und wäre das Album hier bereits zu Ende, stünde unter der Rezension eine uneingeschränkte Empfehlung. Nach dem stimmungsvollen „Occendi Credentis“ folgen aber noch fünf weitere Tracks, und die sind nicht immer so zwingend wie das Eingangsquartett. „Ruins Of Destruction“ überzeugt beispielsweise im Riffing und im Solo, ist aber ansonsten einen Ticken zu unspektakulär geraten. Auch bei den anderen Songs machen DOMINANZ vieles richtig – nicht zuletzt das Songwriting ist schlüssig und gekonnt – aber die ganz große Begeisterung der ersten Stücke will nicht mehr aufkommen.

DOMINANZ haben die Großtaten auf die erste Albumhälfte gepackt

Aber auch wenn DOMINANZ die Großtaten auf die erste Albumhälfte gepackt haben, heißt das ja lange nicht, dass „Let The Death Enter“ schwach wäre. Anders herum ist es richtiger: Hätten alle Songs die Qualität der ersten vier, wäre das Album ein richtiger Burner. Insofern überwiegt der positive Eindruck und die Freude darüber, dass DOMINANZ sich auf ihre Stärken konzentriert und unnötigen Ballast abgeworfen haben.

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14.03.2019

- Dreaming in Red -

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