Dr. Braindead - The Brain

Review

Hinter dem Namen DR. BRAINDEAD verbirgt sich, oh Wunder, keine „blümchenverherrlichende“ Power-Metal-Kapelle, sondern beinharter Death-Metal von altem Schrot und Korn. Dabei stellt „The Brain“ das Erstlingswerk der jungen Band dar, eine Tatsache, die ich im folgenden Review zu berücksichtigen versucht habe. Es erscheint mir aber zweckmäßig, einfach mal alle Songs des Albums kommentierend durchzugehen. Eröffnet wird der Todesreigen denkbar ungünstig mit dem schwächsten Song der Platte. „The Sect“ ist monoton, langweilig, und gleichzeitig der Track, bei dem die Mängel am Sondgewand der CD am deutlichsten hervortreten. Die blechernen Drums und der schwachbrüstig gegrowlte Gesang tun ihr übriges. Bei „Death is getting…“ präsentiert man sich dann doch entschlossen vielseitiger, sogar ein Tempowechsel ist im Song zu finden (kein Scherz!) „Body Preserver“ und „Bonecrusher“ sind dann geradezu fetzig geraten, der bisher eher schlechte Eindruck verflüchtigt sich teilweise. Nächster markanter Song ist „Belief“, der mit seinen gewagten, cleanen Gesangspassagen recht gewöhnungsbedürftig klingt, da Shouter Nednomasih nicht gerade der stärkste Sänger ist, den ich je gehört habe. Gefällig jedoch die düstere und gelungen Atmosphäre des Liedes. „Cancer“ nervt dann mit einer leiernden und so gar nicht zu den Lyrics passenden Grundmelodie, „Inquisitor“ ist denn wieder eine gelungenes klassisches DM-Brett. Der Titeltrack der Platte ist völlig unspektakulär geraten, und dann kommt noch mal ein Klops, der „Bonstrack“ „Lügen und Macht“ enthält zwar zu Anfang noch einiges an Gitarrenarbeit und Power, aber spätestens mit dem Einsetzen des Gesangs kommen dem geneigten Zuhörer leichte Zweifel. Ein in deutscher Sprache vorgetragener, pubertärer „Ich hau dir in die Fresse, du Sau“-Text auf niedrigem Niveau schließt das Album ab. Zurückbleibt ein in sich strittiger Redakteur, der der Band eigentlich noch ein Chance geben will. Mit besserem Sound und ohne den letzen, grauenvollen Track wäre die Platte nämlich schon ein ganz anderes Kaliber geworden, und so hoffe ich auf Besserung in der Zukunft, denn aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.

08.06.2002

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