Dygitals - God Save The King

Review

DYGITALS aus Paris gibt es bereits seit 1984 und konnten dennoch nie den wirklichen Sprung aus dem Underground schaffen. Und dass, obwohl sich die Franzosen entgegen vielen anderen Bands des Landes seit Anfang an der englischen Sprache bedienen. „God Save The King“ lautet der Titel des vierten Albums, nach diversen Demos und Compilations, ob damit mehr erreicht wird als weiterhin ein Geheimtipp für französischen Metal zu bleiben?

36 Jahre Metal – DYGITALS

Der Union Jack auf dem Cover macht gleich die Marschrichtung klar – obwohl aus Frankreich stammend, sind DYGITALS doch recht eindeutig von der NWOBHM beeinflusst. „God Save The King“ liegt stilistisch zwischen klassischem Heavy Metal, Melodic Metal und Hard Rock – der alten Schule, versteht sich. Sänger Hervé Traisnel rauer, leicht kauzig-kantiger Gesang liegt irgendwo zwischen Brian Johnson (AC/DC), Axl Rose (GUNS N‘ ROSES), Paul Mario Day (u. a. Ex-IRON MAIDEN/ MORE) und John Deverill (Ex-TYGERS OF PAN TANG). Sonderlich wandlungsfähig ist das Organ nicht, drückt DYGITALS aber natürlich auch den Stempel auf und passt auch zu den Songs. Natürlich bedienen sich die Franzosen gerne den bekannten Zutaten für traditionellen Heavy Metal wie harmonische Twin-Gitarren a la IRON MAIDEN mit feiner Melodieführung, griffig erdige Riffs, verhältnismäßig dominant groovender Bass, dazu etwas Keyboard, einige stimmige Chorgesänge. Überraschend sind dann aber Dinge wie die funkigen Basslinien bei „The Father King“ oder auch „Love And Faith“, welches nach der orientalischen Eröffnung Latino Schlagzeugrhythmen und funkige Beats enthält. Etwas zu viel des Guten! Besser steht DYGITALS, wenn sie wie in „Stammerer“ an die glorreichen Tage von TOKYO BLADE erinnern, oder eine Nummer wie den forschen Opener „Victorian Days“ raushauen. Leider machen DYGITALS im Verlauf von „God Save The King“ so einige Drehungen und Wendungen, wodurch manchmal der rote Faden etwas verlorengeht, insbesondere  wenn sie zwischendurch stark vom Achtziger US Hardrock beeinflusst sind und sich in seichtere Gebiete bewegen. Punkten kann aber dafür die gute Produktion mit amtlichen Sound. Instrumental sind die Herren topfit, verzetteln sich aber manchmal etwas.

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13.10.2020

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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