Fall Of Serenity - Grey Man's Reqiem

Review

Manchmal ist das Internet schon eine komische Sache. Jede gottverdammte Scheißband, ob mit oder ohne Plattenvertrag, wird in demselben gefeaturet. Aber wenn einem dann mal eine sehr gelungene CD einer richtig guten Band, leider ohne Infoflyer, ins Haus flattert und man aufs Netz angewiesen ist, findet man absolut nichts Brauchbares oder Aktuelles! Dies ist leider bei Fall Of Serenity der Fall. Mir fehlt jegliche Backgroundinfo zu besagter Band, was aber nicht weiter tragisch ist, kann ich doch nun das Augenmerk dieses Reviews einzig allein auf die Musik dieser deutschen Nachwuchsband (soviel habe ich herausgefunden!) richten. Und dies lohnt sich bei „Grey Man’s Requiem“ durchaus. Fall Of Serenity spielen herrlich aggressiven, mit thrashigen Anleihen versehenen Death Metal, dem bei aller Geschwindigkeit und Kompromisslosigkeit jedoch keineswegs das Gespür für mitreissende Melodien abhanden kommt. Auf einzelne Tracks dieses Outputs näher einzugehen, spare ich mir an dieser stelle, da mir erstens keine Tracklist vorliegt und es zweitens sehr schwer wäre, einzelne Songs hervorzuheben, weil sie sich alle auf einem gleichbleibend hohen Niveau bewegen und kein Ausfall zu verzeichnen ist. Bei beinahe jedem Track wird anfangs das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten, wobei die Musik aber trotz der immens hohen Geschwindigkeit immer nachvollziehbar bleibt. Bei diesen Highspeedorgien schaffen es Fall Of Serenity nun immer, mitreissend melodische Gitarrenläufe und Twin-Guitar-Breitwand-Attacken einzubauen, die den Nacken des Hörers förmlich packen und zertrümmern. Als einzige Band, die ein ähnlich hohes, intensives Aggressionspotential erreicht, fällt mir spontan nur Carnal Forge ein, wobei mir „Grey Man’s Reqiem“ ein Stückchen besser gefällt als deren letzter Output. Die Produktion dieses Silberlings ist, von kleineren Drumpoltereien mal abgesehen, schön rauh ausgefallen, was wunderbar in den Gesamteindruck passt. Einziger Schwachpunkt ist der ab und an etwas eintönige Gesang, was aber locker von der geballten Kraft der Musik ausgemergelt wird. Wenn einem dann am Ende auch noch eine Überraschung in Form einer unerwarteten, aber sehr gelungenen Fall Of Serenity-Interpretation des Black Sabbath-Knallers „Electric Funeral“ geboten wird, kann man ruhigen Gewissens sagen, dass „Grey Man’s Reqiem“ seine acht Punkte mehr als verdient hat. In dieser Band steckt verdammt viel Potential, dass hoffentlich bald entdeckt und entsprechend honoriert wird.

16.01.2002

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