Fantasy Opus - Beyond Eternity

Review

1999 gründeten sich in Lissabon die Power Metaller FANTASY OPUS. Im Jahre 2001 veröffentlichten sie eine selbstbetitelte Demo, danach wurde es erstmal still um die Portugiesen. Doch sieben Jahre und etliche Besetzungswechsel später geht die Geschichte weiter und das selbstproduzierte Debüt-Album „Beyond Eternity“ erblickt das Licht der Musikwelt.

Beim knackigen Einleitungsriffs des Openers „Mystic Messenger“ hatte ich noch Hoffnung, dass sich FANTASY OPUS von der Masse abheben könnten, doch schon bald macht er einem tausendmal gehörten Power-Metal-Konstrukt Platz. Der Song könnte gut von einer beliebigen HELLOWEEN-Scheibe stammen, und Pedro Arroja eifert irgendwie Michael Kiske nach, ohne aber dessen Treffsicherheit in den hohen Lagen zu erreichen. Entsprechend geht es weiter. Immer wieder blitzen die Anleihen bei Größen des Genres durch. Eigene Ideen sind aber leider Mangelware und die Stücke wirken ziemlich austauschbar. Hinzu kommt das bald nervende Organ von Arroja, wenn er an den Ausflügen in extreme Höhen scheitert.
Auf der Plusseite kann man das variantenreiche Gitarrenspiel vermerken. Marcos Carvalho und Claudio Shiver zaubern einige wirklich eingängige Riffs und Licks und meistern auch Soli-Duelle vorzüglich. Hier fühle ich mich an neoklassische Gitarrenkünstler wie Malmsteen erinnert.

Auch das balladeske „Higher State Of Mind“ setzt keine Akzente. Eine kleine Ausnahme aus dem Power-Metal-Allerlei bietet der in mehrere Parts unterteilte Long Track „Warrior´s Call“. Hier zeigen sich die Portugiesen in Sachen Songwriting überraschend variabel und decken von besinnlich-melodiös über progressiv-verschachtelt bis zu High-Speed-Attacken die gesamte Bandbreite des neoklassischen Power Metal ab. Dabei verlieren sie aber den roten Faden der Komposition zu keiner Zeit aus den Augen. Das ist ein Song, der den Bandnamen widerspiegelt.

Für die Zukunft müssen sich FANTASY OPUS auf jeden Fall noch mehr eigene Trademarks erarbeiten. Aber gerade „Warrior´s Call“ zeigt ja, dass sie es durchaus können. Sie sollten weniger gen Norden schielen, sondern mehr eigene Ideen verwirklichen.
Der Gesang ist auch so ein Knackpunkt. Man kann Pedro Arrajo zwar durchaus als typischen Power-Metal-Sänger einstufen, doch sollten die übertriebenen Hochtöner-Eskapaden reduziert werden. Die instrumentelle Seite offenbart dagegen keine Schwächen.

FANTASY OPUS zeigen durchaus Potential, doch ihr Erstling „Beyond Eternity“ muss sich noch mit einem Rang im Mittelfeld abfinden. Power-Metal-Puristen können dennoch mal ein Ohr riskieren.

19.03.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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