Fetid Zombie - Remnants Of Life

Review

Mark Riddick dürfte den meisten eher als Coverartist für diverse Metalbands bekannt sein. Seit 2007 jedoch frönt der Künstler auch seiner anderen Leidenschaft Musik mit seinem Death-Metal-Projekt FETID ZOMBIE. Dort lärmt der gute Mark abwechselnd mit diversen Freunden und Kollegen und hat es schon auf einige Veröffentlichungen gebracht. Diesmal bilden Daniel Alderson (HORRIFIED), Ralf Hauber (REVEL IN FLESH), Toby Knap (AFFLIKTOR) und James Malone von ARSIS die illustre Riege der Special Guests. Zusammen mit denen stellt Riddick nun also vorliegende Drei-Track-EP „Remnants Of Life“ zur Diskussion.

FETID ZOMBIE mit einer eigenen und definitiv interessanten Interpretation des Death Metal

Und im Vergleich beispielsweise zum 2015er-Album „Grotesque Creation“ hat man die Melodie-Anteile nochmal gesteigert und sich in puncto Produktion schon mal klar verbessert. Geboten wird hier gleich beim eröffnenden Titelsong richtig alt produzierter anspruchsvoller Death Metal mit interessanten Strukturen und Melodien. Die eher recht technisch angelegte Mucke wird immer wieder von thrashigen Parts unterbrochen und mit feinen heiseren Vocals intoniert. In der Mitte des Songs findet man einen ruhigen Part, schön angepasst an die eher düstere Grundstimmung. FETID ZOMBIE sind damit ziemlich weit entfernt vom sonstigen Einheitsbrei des Death Metal, und das soll jetzt keinesfalls despektierlich gegenüber dem Großteil der Kapellen klingen. Aber wenn sich eine Band deutlich hörbar an der musikalischen Herangehensweise von DEATH orientiert, dann muss das ganz einfach mal lobend erwähnt werden. Das Ganze hat auch immer wieder was von NOCTURNUS minus Keyboard. „Unholy Tormentor“ beispielsweise besitzt über weite Strecken diese Eingängigkeit, die man vor allem bei den Spätwerken eines Chuck Schuldiner immer so bewundert hat. Der Vergleich ist natürlich schon etwas gewagt und diese Fußstapfen sind eigentlich nicht wirklich auszufüllen. Aber trotzdem, in diese Richtung geht das Material von FETID ZOMBIE allemal, vor allem weil es deutlich über den Tellerrand hinausblickt.

Und wenn wir schon mal vom Großmeister reden, können wir auch ruhig gleich noch CONTROL DENIED mit ins Spiel bringen. Denn an diesem Progressive-Metal-Projekt von Schuldiner orientiert sich vor allem das abschließende „The Tincture Is Red“. Hier sind nicht nur Auftakt und Abschluss von hochmelodischen Soli geprägt, dieses Stilmittel zieht sich durch den gesamten Song. Dabei wildern die Äxte oft sehr gekonnt in Heavy-Metal-Gefilden. Das ist jetzt sicher nicht gerade urtypisch für Todesmetall, fügt sich aber absolut passend und vor allem nahtlos ins Gesamtbild ein.

Mit anderem Gesangsstil hätte „Remnants Of Life“ wenig mit Death Metal zu tun

Mit einem anderen Gesangsstil hätte „Remnants Of Life“ eigentlich recht wenig mit Death Metal zu tun. Doch vielleicht macht ja gerade das die Songs so interessant? Auf dieser EP stechen vor allem der Gesang und die starke Gitarrenarbeit absolut hervor. Am restlichen Grundgerüst dürfen FETID ZOMBIE aber gerne noch ein wenig feilen, das könnte ruhig noch etwas stabiler sein. Das gilt vor allem auch für die Produktion, die gerne um einiges kraftvoller sein darf, fällt vor allem beim Schlagzeug etwas negativ auf und kostet Punkte in der B-Note. Ansonsten ist auch „Remnants Of Life“ definitiv wieder ein sehr interessantes Kunstwerk aus dem Hause Riddick.

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17.04.2018

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