Grailknights - Knightfall

Review

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Nach rund vier Jahren haben sich die GRAILKNIGHTS mal wieder die Studio-Strumpfhosen angezogen und sich daran gemacht, ein neues Heldenepos zu vertonen. Zuletzt gab es „Calling The Choir“ auf die Ohren (die EP von 2016 mal ausgeklammert). „Knightfall“ heißt die fünfte Platte der Truppe, und das Wortspiel im Namen spiegelt sich tatsächlich im vergleichsweise düsteren Thema des Albums wider. Im schwarz/weiß gehaltenen Artwork wirkt Grailham-City fast wie Gotham City, das von allerhand Bösewichten geplagt wird. Aber keine Sorge, die GRAILKNIGHTS machen natürlich nach wie vor Spaß-Metal und fangen auch auf „Knightfall“ nicht plötzlich mit Doom an.

Die GRAILKNIGHTS sorgen für Spaß und Abwechslung

Los geht es aber trotzdem batmanesk, mit einem orchestralen Intro, das einen gleich wieder nach Gotham entführt. Direkt im Anschluss geht es mit „Pumping Iron Power“ aber im BATTLE-BEAST-Style weiter. Mit Elektro-Intro und bewusst eingesetztem Kitsch pumpt sich das Stück tanzbar in den Gehörgang. SABATON-Sänger Joakim Brodén als Gast am Mikro passt außerdem wunderbar zum Thema. Die wirklichen Hörtipps sind aber „Cthulhu“ und „March Of The Skeletons“, die beide mit absolutem Ohrwurmpotenzial bestechen.

Vor allem die permanenten Einsprengsel verschiedener Stile, mit denen die GRAILKNIGHTS ihren Power Metal aufpeppen, sorgen für reichlich Abwechslung und lassen einen immer wieder aufhorchen. Mal fühlt man sich an Horrorpunk erinnert, mal schwingt ein wenig Humppa mit, und auch 80er Synth Rock ist dabei. Das ist aber noch nicht alles, denn auch Bonanza-Western-Mukke gibt es („Ghost Town“), und episch-orchestral wird es in „Book Of A Hero“.

„Knightfall“ ist schon ganz nett

Beim Songwriting punkten die GRAILKNIGHTS auf „Knightfall“ also allemal. Auch die handwerkliche Umsetzung und die Produktion lassen eigentlich keine Wünsche offen. Der Impuls, das Album öfter anzuhören, bleibt aber trotzdem aus. Was erstmal merkwürdig klingt, lässt sich aber leicht erklären. Am Ende bleibt Spaß-Metal eben meistens eins: ganz nett bzw. ganz lustig. Wer bei Musik etwas mehr sucht, wird aber nur bedingt fündig. Das tut der Qualität des Albums natürlich keinen Abbruch, sorgt aber für eine Wertung, die eben auch nur „ganz nett“ ist.

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27.04.2018

headbanging herbivore with a camera

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