Grimfist - Ghouls Of Grandeur

Review

Nach dem Ableben von Immortal stehen Grimfist jetzt natürlich in einem ganz besonderen Licht, da alle gespannt warten, was Horgh in dieser Combo zum Besten geben wird. Die Drumleistung ist ohne Zweifel enorm deftig und präzise ausgefallen, doch hat dieses überhaupt rein gar nichts mit Immortal zu tun. Wer hier gehofft hatte, dass Horgh sich da an alte Werte klammert, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Bei Grimfist geht es nämlich verflucht death-thrashig zu Werke. Zwar gibt es durchgehende Black/Death-Metal-Elemente, hier auch vor allem der Gesang von Frediabolo, doch ist die Ganze Mischung viel energiegeladener, als der frostig-kühle Black Metal, den man hier vielleicht erwartet hätte. Ohne Intro-Geplänkel brettert es mit „Primal Aggression“ sogleich ziemlich los und mit sehr abwechslungsreichen Gitarren wird man durch den recht kurzen Song von zweieinhalb Minuten geführt. Die Gitarren selbst haben den höchsten Stellenwert in der Musik, da diese sehr ausgefeilt sind und nicht diese 08/15-Riffs abstottern. Z.B. in „A World Of Wrath“ sind diese schon Heavy Metal beeinflusst, aber so gut in Szene gesetzt, das sie recht brutal metzeln. Im gleichen Song fallen auch die cleanen Vocals auf, die mal gelegentlich eingesetzt werden. Eigentlich bin ich kein Fan von cleanen Gesängen in der Art, doch ich muss sagen, dass es hier doch gut passt. „From Hell & Back“ oder auch „Obsession“ sind dagegen wieder weitaus schneller und packender, denn hier wird in der Kombination aus Gitarre und Drums viel an Tempo vorgelegt, so dass eine wirklich extreme Maschinerie ins Rollen kommt und so alles plattwalzt. Die Produktion ist natürlich auch wieder sauber und druckvoll – Peter und sein Abyss Studio sei Dank. Trotz der Härte und der ausgewogenen Instrumentierung kann der Funke aber nicht auf mich überspringen. Da fehlt irgendwas, so dass die knapp 40 Minuten Spielzeit schon nach der Hälfte ausleiern. Ich bin mir aber sicher, dass viele diese Scheibe schätzen werden und besonders diejenigen, die 40 Minuten das volle Brett brauchen.

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04.10.2003

Der metal.de Serviervorschlag

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2 Kommentare zu Grimfist - Ghouls Of Grandeur

  1. Anonymous sagt:

    Alkein der Song "outlined in black" macht dieses Album kaufenswert! Grimfist klingen richtig frisch und die Produktion ist genau richtig für diesen Hammer! Was juckt ich das, dass der Drummer von den aufgelösten Immortal keinen Black Metal mehr dappen will!

    9/10
  2. Ben sagt:

    Die Platte und die Band sind leider viel zu viel untergegangen.

    Das ist eine 1a Scheibe – knattert und donnert ohne Ende. Vollgas von vorne bis hinten.
    Leider kam danach nicht mehr wirklich viel. Schade denn gerade der Sänger war / ist der Knaller

    9/10