Gurd - Never Fail

Review

Galerie mit 25 Bildern: Gurd - Neckbreakersball 2011

Wir schreiben das Jahr 1994: Mitglieder der frisch aufgelösten schweizer Power-Metal-Band POLTERGEIST nehmen die Gelegenheit wahr, sich unter dem Namen GURD neu zu formieren und fortan eine härtere Gangart einzuschlagen. Das Resultat: 17 Jahre und acht Studioalben später haben es die vier Schweizer trotz zwischenzeitlichem Vertrag bei Century Media immer noch nicht geschafft, ihren Namen so wirklich richtig bekannt zu machen – immerhin erscheint Ende Oktober aber das neue Album „Never Fail“, welches nicht nur nach eigener Aussage das härteste und schnellste Album der Bandgeschichte sein soll, sondern in der beiligenden Bandinfo sogar von PRO-PAIN-Sänger Gary Meskil als gleichwertig mit den großen europäischen Thrashern wie SODOM, DESTRUCTION oder KREATOR bezeichnet wird.

Große Erwartungen also, die da von Seiten der Band bzw. des Labels kreiert werden. Ob das allerdings ein allzu kluger Schachzug war, müsste man nochmal ausdiskutieren, denn eins kristallisiert sich recht schnell heraus: „Never Fail“ mag zwar ein gutes Thrash-Metal-Album sein, aber ein Meilenstein des Genres ist es auch nicht.

So bieten GURD auf ihrem neunten Studioalbum relativ klassischem Thrash Metal, der mit Anleihen aus dem Neo-Thrash und dem Groove Metal aufbereitet wurde. Allerdings erscheint mir diese Mischung als wenig durchdacht, ganz so, als wären die moderneren Ideen erst während des Songwriting-Prozesses ins Spiel gekommen – so gibt es auf „Never Fail“ nämlich einige klassische Thrash-Songs, die oft an DESTRUCTION erinnern („Never Fail“, „Rising From The Ashes“), aber auch Stücke, die eher im Zeichen des moderneren Metals stehen („A Higher Meaning“, „Blame Someone Else“). Sprich: Die Mischung aus Oldschool-, Neo-Thrash und Groove Metal ist nicht ganz durchgängig gelungen, sodass das Album stellenweise ein wenig inhomogen wirkt. Hinzu kommt, dass GURD zwar durchaus harte, schnelle und eingängige Songs schreiben, aber die Finessen im Songwriting, die kleinen Feinheiten und Details vermissen lassen, die ein gutes, aber durchschnittliches Album von einem echten Kracher unterscheiden.

Das sind aber eher kleine Kritikpunkte und Anmerkungen, denn nichtsdestotrotz ist „Never Fail“ wie bereits gesagt ein hartes, schnelles und eingängiges Album, an dem Genrefans durchaus ihren Spaß haben sollten. Nur ein Meilenstein des Thrash Metal, der sich mit Größen wie SODOM oder KREATOR messen kann, ist es eben auch nicht.

11.10.2011

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