Heir Apparent - Graceful Inheritance (Re-Release)

Review

Galerie mit 6 Bildern: Heir Apparent - Rock Hard Festival 2019

Ursprünglich 1986 über das sammlungswürdige französische Black-Dragon-Label erschienen, ist “Graceful Inheritance” der Amis HEIR APPARENT ein ewiger Klassiker des melodischen, leicht progressiven US-Metals im QUEENSRŸCHE-Fahrwasser. Nicht umsonst fand das Album auch bereits in unserem Special zu den ähnlich gelagerten Bands Erwähnung. Nun bringen Hammerheart Records das Album um ein frisches Mastering bereichert neu heraus.

“Graceful Inheritance”: Melodien für die Ewigkeit

Ähnlich wie bei den bereits genannten Kollegen aus Seattle oder auch CRIMSON GLORY aus Florida schwebt über dem gesamten Album eine ätherische, transzendente Atmosphäre. Großzügige Halleffekte, der glockenhelle Gesang von Paul Davidson und das variationsreiche Gitarrenspiel von Terry Gorle sorgen für eine erhabene Atmosphäre. Ummantelt wird das Gesamtkunstwerk durch ein tolles Cover von Eric Larnoy, das den phantastisch-mittelalterlichen Lyrics den perfekten Rahmen bietet. Lediglich der Sound des Originals war schon immer etwas flach und dünn. Speziell die Gitarren könnten mehr Schmackes haben, aber auch die Snare zischt oft wie eine halbausgetrunkene Cola-Flasche vor sich hin. Das Re-Release von Hammerheart kann diesen Umstand zumindest partiell korrigieren, ohne das Flair des Originals zu zerstören.

Mindestens genauso stimmungsvoll ist natürlich die Musik selbst. Der Reigen beginnt mit dem feierliche Intro “Entrance” sowie dem Opener “Another Candle” und entführt einen in eine Reihe wunderbarer Perlen des klassischen US-Metal mit vielen Ohrwürmern. Sei es “The Servant”, “Keeper Of The Reign” oder “Master Of Invasion” – “Graceful Inheritance” besticht durch eine sehr große Hitdichte. Das absolute Highlight und zugleich der wohl bekannteste Song des Albums jedoch ist “Tear Down The Walls”. Hier ergeben Musik, Text und die tolle Gesangsmelodie eine grandiose kompositorische Einheit – den Song kann man mehrfach hintereinander hören, ohne genug von ihm zu bekommen.

Klassikeralarm mit HEIR APPARENT

Ähnlich wie bei den Contemporaries QUEENSRŸCHE und CRIMSON GLORY sollte zudem unbedingt festgehalten werden, dass HEIR APPARENT natürlich auch herausragende Musiker sind. Neben dem anbetungswürdigen Gesang und den tollen Gitarren fällt auch Basser Derek Peace immer wieder durch filigrane Läufe und Fills auf, die auch einem Steve Harris Konkurrenz machen können.

1989 veröffentlichten HEIR APPARENT noch ihr wesentlich kommerzielleres Zweitwerk “One Small Voice”. Danach passierte viele Jahre nichts, bis 2018 ein sehr empfehlenswertes Reunion-Album namens “The View From Below” erschien. Seit 2020 besteht die Band allerdings wieder nur aus Gitarrist Terry Gorle, der sämtliche Mitstreiter wohl aufgrund mangelnder Beteiligung feuerte. Bleibt zu hoffen, dass er eines Tages wieder die richtigen Leute findet, damit wir noch ähnlich starke Spätwerke der “Thronerben” genießen können. Bis dahin gönnt euch mehrere Durchläufe von “Graceful Inheritance”.

14.01.2022

Redakteur | Koordination Themenplanung & Interviews

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