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Hells Heaven - The Game (EP)

Review

Eine echte Talentprobe legen diese sechs Burschen aus Thüringen ab. Gegründet wurde die Formationen zwar bereits im Jahr 2003, doch erst vor knapp fünf Jahren, als nach den üblichen ersten Besetzungswechseln auch mit dem Komponieren von eigenem Material begonnen wurde, ging es so richtig los.

Die erste EP „Hellmade“ erschien 2008 und zwar zu einer Zeit, als die Truppe auch auf den Bühnen in ihrer Region durchaus erfolgreich unterwegs war. Nun versucht man also mit drei weiteren Eigenkompositionen auch überregional Fuß fassen zu können. Sollte klappen, denn schlecht machen die Jungs ihre Sache keineswegs. Im Gegenteil, das Sextett scheint durchaus bemüht eine eigene Duftnote zu versprühen und versucht sich zudem an überaus komplexen Strukturen und Arrangements.

Der Einstieg „Insanity“ kommt zwar an sich recht harsch aus den Boxen und lässt hinsichtlich der Heftigkeit und Verspieltheit durchaus Bands wie CHILDREN OF BODOM als Einfluss erkennen, auch wenn Sänger Paul Friebel zumeist deutlich entspannter klingt, beinhaltet aber dennoch Melodic Metal im Übermaß. Gelungen ist den Burschen dabei vor allem das integrieren von gefühlvollen Passagen, wodurch ein überaus abwechslungsreicher Track entstanden ist.

Auch „Irony Of Fate“ wirkt schon sehr ausgereift und kommt mit mehr SONATA ARCTICA-lastiger Melodic Metal als heftigeren Momenten daher. Der einprägsame Refrain rundet diese Nummer perfekt ab, da er sich sofort in die Gehirnwindungen einfräst. Bemerkenswert ist das präzise Zusammenspiel von Keyboards und Gitarren, wie auch die immer wieder geschickt eingebauten Tempowechsel.

Eine wirklich starke Nummer mit Hitpotential! Der Titeltrack, mit dem diese Vorstelllung leider schon wieder beendet wird, kommt als heftiger Stampfer daher und dürfte wohl seine Live-Tauglichkeit bereits bewiesen haben, lässt sich damit doch locker jede Hütte zum Toben bringen. Feine Sache, auch wenn speziell hier auffällt, dass Paul durchaus noch an Ausdrucksstarke zulegen darf.

Ich bin schon mal gespannt, wie sich HELLS HEAVEN über Albumdistanz schlagen, Potential ist jedenfalls reichlich vorhanden und auch an Ideen scheint es nicht zu mangeln. An die Arbeit Jungs, wir warten schon!

 

21.07.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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