Herumor - Eine Liebe nicht weniger tief (Zwielichtgestalten I)

Review

Düstermärchenonkel Asp von ASP hebt mit HERUMOR sein neues Folk-Projekt aus der Taufe. Dieses ist aber bei weitem kein Schnellschuss, denn laut eigenen Angaben hat Asp bereits über ein Jahrzehnt immer mal wieder an diesem Projekt gearbeitet. Es handelt sich unter anderem um Geschichten, die bereits in Buchform in der Reihe „Asp Sprengs Zwielichgeschichten“ erschienen sind und nun ihren Weg als Musik auf die Silberscheibe finden. Dass es sich dabei aber um mehr als eine ASP-Resterampe handelt, wird schon beim ersten Durchlauf klar, auch wenn natürlich alleine wegen des Gesangs gewisse Parallelen unvermeidlich sind.

HERUMOR – eine tiefe Angelegenheit

Mit ASP ist Asp meistens im ganz Dunklen unterwegs. „Aus der Tiefe“, „Verfallen“, „Zutiefst“ sind nur eine kleine Auswahl der Finsternis, die schon den Titeln der Kapelle innewohnt. Seine Liebe zu HERUMOR mag nicht weniger tief sein, das musikalische Gewand ist dennoch ein anderes. Klar sind auch in seiner Hauptband lange Akustikpassagen keine Seltenheit und sie waren auch bereits stromlos auf Tour, aber trotzdem war es immer Gothic Rock mit Folk-Einflüssen, wohingegen HERUMOR kristallklaren Folk, mit einem kurzen Ausbruch in rockige Gefilde, zelebrieren.

Dabei ist Asp auf dem Album nicht alleine, die komplette musikalische Instrumentierung übernimmt Patrick Damiani und einige Gäste hat er auch an Bord, unter anderem Nic Frost, mit welcher er in der Vergangenheit auch öfter zusammenarbeitete. Die musikalische Ausarbeitung ist angenehm abwechslungsreich und hat einige Facetten, die einem oft erst nach ein paar Durchläufen oder sehr aufmerksamen Zuhören bewusst werden.

„Eine Liebe nicht weniger tief“ ist ein vertonter Geschichtenband

Und Asp lässt sich Zeit für seine Geschichten. Fast kein Stück geht unter sechs Minuten, „Die Ballade vom ‚Treuen Troll'“ knackt sogar knapp zwölf Minuten. Dabei werden aber keine progressiven Soundorgien aufgefahren, sondern der Herr Spreng führt die Hörer durch die Welt seiner Zwielichtgeschichten. Etwas grämt es mich, dass mir die Bildbände zu den Geschichten nicht vorliegen, denn mit dem zusätzlich visuellen Input wäre dieses Album sicherlich der perfekte Soundtrack dazu. Ansonsten eignet es sich aber auch für Waldspaziergänge in der Dämmerung oder als Begleitmusik für schaurig-schöne Kerzenabende.

22.01.2021

Unguided we were, Unguided we will be.

Der metal.de Serviervorschlag

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