Eric Fish
„Durchhalten!“

Interview

Im Rahmen zu der Veröffentlichung des Streaming-Konzerts „Eisheilige Nacht – Back To Lindenpark“ als DVD/CD hatten wir die Chance mit Eric Fish über das Release als auch über die aktuelle Situation in der Veranstaltungsbranche zu sprechen. Weitere Themen sind der kollektive Zusammenhalt innerhalb der Folk- und Mittelalterszene und mögliche Livekonzerte mit FISH & FRIENDS wie auch SUBWAY TO SALLY im Sommer 2021.

Subway To Sally - Back To Lindenpark

Hi Eric, wie geht es euch und wie seid ihr bisher durch die Pandemie gekommen?

Ein Jahr der Selbstbesinnung zwischen Zoom Meetings und einigen wenigen konzertierten Aktionen. Geprägt von Hiobsbotschaften und Perspektivlosigkeit. Die Band hat gut zusammengehalten und wird, sollte es wieder losgehen, in guter Form sein. Wobei – die körperliche Form hat hier und da schon gelitten.

Es gibt Menschen, die lehnen Livestreams ab, da es sie noch trauriger macht bezüglich der fehlenden Live-Atmosphäre. Wie ist es für Dich als Musiker auf der Bühne? Ist da noch irgendwo etwas von Livekonzert?

Definitiv besser, als gar nicht zu spielen! Man muss auch irgendwie präsent bleiben in den Köpfen der Fans. Allein zusammen musizieren ist schon ein Highlight in dieser kargen Zeit. Klar ist es merkwürdig, wenn der Song endet und es ertönt eben kein Beifall. Aber das weiß man vorher und stellt sich darauf ein.

Auf der Setlist von „Eisheilige Nacht – Back to Lindenpark“ findet sich einiges vom 2019er Output „Hey“ wieder. „Messias“, „Königin Der Käfer“ oder „Alles Was Das Herz Will“ sind gesellschaftskritische Tracks, welche das übermäßige Konsumverhalten und die damit verbundene Zerstörung der Umwelt zum Thema haben. „Hey“ insgesamt hat eine gewisse Endzeitstimmung und in der Retroperspektive somit auch eine Portion an Prophezeiung. Wie siehst Du die Scheibe zwei Jahre nach der Veröffentlichung?

Eine wichtige Scheibe! Auch für unsere Positionierung in der Szene. Die Tatsache, dass ich persönlich gerade die genannten Lieder unheimlich gerne live spiele zeigt, dass sie sowohl gelungen als auch wichtig für meinen Kopf sind.

„Hey“ – ein wichtiges Album in der Diskografie von SUBWAY TO SALLY und Bestandteil von „Eisheilige Nacht – Back To Lindenpark“

Lass uns über die Gästeliste sprechen. Mit „Dein Anblick“ und der Unterstützung von Saskia und Birgit habt ihr einen sehr erfolgreichen Track einer befreundeten Band gecovert. Was sprach für die größte Ballade der Schandmäuler?

Dass es ihre größte Ballade ist. Außerdem eine Herausforderung für mich als Sänger. Was Thomas als SCHANDMAUL so ausmacht, ist vor allem der virtuose Umgang mit einer eher sperrigen Rhythmik. Das hat Spaß gemacht.

 „Sie Tanzt Allein“ und „IX“ von SALTATIO MORTIS ist auch Bestanteil der Show genauso wie „Das Elfte Gebot“ von FEUERSCHWANZ. Eigentlich ist es „Eisheilige Nacht – Back To Lindenpark“ fast ein Best of Mittelalter- und Folkrock aus Germany. Rückt die befreundete Mittelalter- und Folkrock Szene in Deutschland während der Krise noch mehr zusammen?

Definitiv! Mir ist keine Anfrage bekannt – und da weiß ich von unzähligen – zu der es ein „Nein“ der oder des Angefragten gegeben hätte. Ganz egal, ob es sich um Gastauftritte bei Streaming-Konzerten oder Additions bei Plattenaufnahmen handelte. Wir haben uns alle lieb.

Nicht aus Folk- und Mittelalter und wohl der metallischste Track ist Chris Harms und “Drag Me To Hell”. Du warst beim zehnten Geburtstag von LORD OF THE LOST zu Gast in der Markthalle, Hamburg. Wo kommt die langjährige Freundschaft zwischen euch beiden her?

Ich schätze diesen Workaholic seit langem, vor allem als Songschreiber. Ich singe nur Gastrollen zu Songs, welche in mein musikalisches Universum passen. Das ist bei LORD OF THE LOST allermeist der Fall. Wir kennen und schätzen uns ewig und das trifft nicht nur auf mich, sondern auf die gesamte Band zu.

Galerie mit 22 Bildern: Subway To Sally - Eisheilige Nacht 2019 in Gießen

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Quelle: email Interview mit Eric Fish am 18.05.2021
11.06.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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Subway To Sally auf Tour

07.07. - 10.07.21metal.de präsentiertRockharz 2021 (Festival)Accept, Asenblut, ASP, Attic, At The Gates, Beast In Black, Betontod, Burden Of Grief, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Deserted Fear, Eluveitie, Ektomorf, Ensiferum, Evil Invaders, Gernotshagen, Goitzsche Front, Grave Digger, In Extremo, Insomnium, Jinjer, Kambrium, Kataklysm, Knasterbart, Knorkator, Lord Of The Lost, Lucifer, Moonsorrow, Mutz & The Blackeyed Banditz, Nothnegal, Obscurity, Oomph!, Ost+Front, Paddy And The Rats, Powerwolf, Running Wild, Sepultura, Sibiir, Steel Panther, Storm Seeker, Subway To Sally, Suicidal Tendencies, Tankard, Tarja, Testament, The 69 Eyes, Thomsen, Thundermother, Turisas, Twilight Force, Uncured, Unleashed, Unzucht und Unleash The ArchersFlugplatz Ballenstedt, Ballenstedt
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