Hioctan - Headscan

Review

„Der Name Hioctan ist an den chemischen Prozess angelehnt, welcher bei einem Zündvorgang stattfindet. Eine hohe Oktanzahl ist insbesondere eine Hinweis auf eine hohe Klopffestigkeit. Je höher die Klopffestigkeit ist, desto früher kann gezündet werden, um eine Druckwellenausbreitung genau am oberen Totpunkt zu erreichen. So explosiv und entflammend wie dieser chemische Vorgang abläuft, ist auch die Musik von Hioctan“ … Wow … das hört sich ja mal richtig gut an ! Dementsprechend hoch auch die Erwartungen beim Einlegen von „Headscan“, dem ersten Album von Hioctan. Und wie obige Beschreibung schon andeutet, lassen es Hioctan von Anfang an auch richtig schön krachen. Heftig verzerrte Vocals, knallharte Beats und tanzbare Rhythmen lassen eine durchaus „explosive“ Stimmung aufkommen. Irgendwo zwischen Hocico und Suicide Commando gehen auch die Tracks von Hioctan knallhart zur Sache und werden dabei vor allem durch den kraftvollen „Gesang“ vorwärts getrieben. Inwieweit das ganze jedoch als „entflammend“ bezeichnet werden kann, ist allerdings etwas zu bezweifeln. Die Samples wiederholen sich mit der Zeit, auch die Songstrukturen ähneln sich auf die Dauer doch sehr und lassen es so kaum zu, dass einzelne Songs besonders herauszuheben wären. Zu flach sind die Refrains, zu dominant die heftigst verzerrten Vocals – mit der Zeit klingt ein Song wie der andere und bald ist der nervende „Totpunkt“ erreicht. Oft arten die Songs in eine wilde Brüllerei aus, die angebliche Verarbeitung sozialer Missstände in den Lyrics kann man nur erahnen, da man schlicht und ergreifend kaum ein Wort versteht. Zumindest kann man die Texte im Booklet nachlesen … Zwar zeigen sich Hioctan unbeeinflusst von angesagten Stilformen, was mit Sicherheit lobenswert ist. Ob Hioctan allerdings als x-te Hardcore-Elektro-Kopie für größeres Aufsehen werden, wage ich ein wenig zu bezweifeln. Dafür ist der Sound von Hioctan dann doch zu „old-school mäßig“ und einfach nichts Besonderes.

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08.10.2003

Der metal.de Serviervorschlag

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