Hiranya - Breathe Out

Review

KURZ NOTIERT

Metalcore und Spanien: nichts, was gewohnheitsgemäß zusammengehört. Aber immerhin verleiht es HIRANYA einen gewissen Exotenstatus. Das war es aber schon an Besonderheiten, die im Zusammenhang mit „Breathe Out“ genannt werden müssen. Dass die Band eine Frontfrau hat, die sowohl singt als auch growlt und schreit, ist längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr – aber rein technisch ist sie die größte Stärke der Spanier. Musikalisch ist alles gut arrangiert und eingespielt, aber klar dominiert von den Einflüssen. AS I LAY DYING und UNEARTH zeigen sich ebenso häufig wie die Göteborg-Fraktion um IN FLAMES und SOILWORK im Klangbild. Schade, dass hier einiges an Potential verschenkt wird – denn grundlegend ist der Kontrast aus kraftvoll-treibenden, aber auch melodischen Parts hin zu ruhigen, von Klargesang dominierten Momenten spannend. Auf „Breathe Out“ wird er allerdings als durchgängiges Stilmittel eingesetzt, wobei die Band in den vorwärts bretternden Stücken zwar noch deutlicher an den Metalcore-Frühwerken dran ist, aber deutlich authentischer wirkt. In den zartbesaiteten Momenten fehlt es HIRANYA an Energie und Emotionen, und so verkommen diese eher als Mittel zum Zweck. „Breathe Out“ ist ein ganz nettes Album ohne spektakuläre Highlights oder Innovationen. Letzteres muss nicht immer sein, dann hätte aber mehr Wucht und ein packenderes Songwriting sein müssen. Wer nicht genug von Metalcore bekommen kann, könnte hier fündig werden. Der Rest wird eher die Achseln zucken.

23.04.2019

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